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Costa Rica

Eine Backpacking Reise durch Zentralamerika

Regenwälder, Faultiere und wunderbare Landschaft. So habe ich mir Costa Rica vorgestellt.

Regenwälder, Faultiere und wunderbare Landschaft. So habe ich mir Costa Rica vorgestellt. Als ich in diesem Land angekommen bin wollte ich all das sehen und hatte keine Ahnung von der Kultur, Verkehrsmitteln, Unterkünften und den leichte erhöhten Preisen für Lebensmittel. Wo es hin gehen sollte wusste ich auch noch nicht. Aber glaub mir, hier gibt es genug zu sehen!

Anreise: San José Airport

Ich flog zum Flughafen von San José. Wichtig ist für eine Einreise per Flugzeug nach Costa Rica ist, dass vor besteigen des Fliegers nach einem Weiterflug oder Busticket aus dem Land heraus gefragt wird.

Einreise nach Costa Rica über den International Flughafen bei San Jose

Kannst du keinen Flug vorweisen, so lässt man dich eventuell nicht an Bord des Fliegers. Auch ein Weiterflug aus einem anderen Land muss nicht akzeptiert werden. Ich habe einen sehr billigen Flug nach Houston, Texas gebucht (59€), um diesen Vorweisen zu können.

Tipp: Bei der Einreise nach Costa Rica musst Du eine Weiterreise aus Costa Rica vorweisen können. Akzeptiert werden Flüge und Bustickets. Wer das Risiko liebt kann einen falschen Flug vorzeigen der möglicherweise akzeptiert wird (vgl. ReturnFlights.net).

Ich bin sehr spät in Costa Rica gelandet, da mein Flug diverse Stunden verzögert wurde. Letztlich verließ ich um 3:00 Uhr nachts den Flughafen und wurde von zahlreichen Taxifahrern empfangen, die mich für Preise zwischen 10$ und 40$ in die Stadt fahren wollten. Aufgrund negativer Gerüchte (Versprechen günstiger Unterkunft und absetzen bei teurer Unterkunft, Behauptungen dass die gebuchte Unterkunft nicht mehr existiert usw.) habe ich darauf verzichtet ein Taxi zu nehmen.

Angekommen am Airport San Jose, Costa Rica

Angekommen am Airport San Jose, Costa Rica

Es hieß also wieder: im Flughafen schlafen. Das ist in San Jose problemlos möglich und ich war auch nicht der einzige Schläfer hier. Es gibt genügend geeignete Plätze zur Übernachtung und man wird nicht gestört.

San José, in der Stadt

Öffentliche Busse fahren keine 500 Meter vom Terminal entfernt an der Hauptstraße ab. für ungefähr 1$ kommt man sehr günstig in die Innenstadt. Ich bin im Costa Rica Backpacker (12$ p.P.) abgestiegen und musste ärgerlicherweise die gebuchte, jedoch nicht genutzte Nacht ebenfalls bezahlen. Das Hostel (bei Booking.com) hat einen Pool im Hof und ist gemütlich. An der Rezeption gibt es so ziemlich alle Informationen, die man für Unternehmungen in der Umgebung oder eine Weiterreise benötigt.

Die Innenstadt von San José bietet touristisch ein paar Parks, Kirchen und Museen, ist dabei aber keine besonders schöner Ort. Er eignet sich gut als Basis für Besuche der nahen Vulkane. Diese habe ich bei diesem Besuch nicht angesteuert, da ich zunächst nach Panama reisen möchte und anschließend hierher zurück komme.

Quepos

Mit dem Bus ging meine Reise nach Quepos, da ich von hier die Küste entlang nach Panama reisen möchte. Quepos ist ein kleiner Ort, der aber Geschäfte, Unterkünfte und eine zentrale Bushaltestelle bietet. Der nächstgrößere Busbahnhof ist in San Isidro de El General und bietet auch Fernreisen.

Busverbindung von San Jose nach Quepos kostet 9$ und dauert ca. 3 Stunden

Meine Unterkunft habe ich nicht im Voraus gebucht und bin auf gut Glück zum Wide Mouth Frog Backpackers (bei Booking.com) gegangen und konnte für 11$ in ein Dorm einchecken. Eine sehr angenehme Unterkunft mit vielen Rucksacktouristen aus allen möglichen Ländern.

Manuel Antonio

Der nahe gelegene Nationalpark liegt direkt an einem Traumstrand. Ander formuliert: der Traumstrand liegt im Park. Die Busverbindung kostet ca. 50 Cent per Bus und für 16$ p.P. kommt man in den Park.

Reiseführer die ihre Dienste am Eingang anbieten können runter gehandelt werden (15$ bis 20$ ist ein guter Preis). Mit Führer war ich im Park (kosten mit einem anderen Reisenden geteilt) und so hat er Tiere in den Bäumen gesichtet und entsprechend sein Teleskop ausgerichtet und uns präsentiert.

Zu sehen waren Affen, Faultiere, Krabben, Vögel, Waschbären und Fledermäuse. Zum sichten der Tiere hat sich die Tour bedingt gelohnt. Affen und Waschbären trifft man am Strand überall an, da sie versuchen den Touristen zu beklauen. Um die übrigen Tiere zu sichten ist die Tour sehr empfehlenswert.

Uvita

Von Quepos fahren täglich 3 Busse nach Uvita davon 2 morgens und einer gegen 17:00 Uhr. Ich nahm einen der frühen Busse. Dort angekommen war genug zeit den Uvita Wasserfall und den Bambuswald zu besuchen.

Die Uvita Wasserfälle sind gut zu Fuß zu erreichen, kosten ca. 1,5$ Eintritt und man kann den etwa sechs Meter hohen Wasserfall herunter rutschen oder springen. Zahlreiche Leute haben das gemacht, ich habe allerdings davon abgesehen, da ich das Gewässer nicht kenne. Da war ich schon ein wenig der Schisser 😀 Der Bambuswald ist nett anzusehen, mehr als ein paar Fotos kann man hier allerdings nicht machen.

Wasserfall bei Uvita

Wasserfall bei Uvita

Den Besuch der T-förmigen Landzunge am Strand von Uvita habe ich auf den nächsten Tag gelegt, da man bei Ebbe am Strand sein sollte. Ob man die Eintrittgebühr in diesen National Park zahlen muss ist reiner Zufall, denn laut Hostelbesitzer ist das Tor oft genug nicht besetzt und so kam ich kostenlos in den Park (üblicherweise 6$). Als das Wasser stieg wurde die Landzunge von beiden Seiten überschwemmt, ein hübsches Ereignis.

Ich blieb zwei Nächte in meiner Unterkunft die 10$ pro Nach gekostet hat.

Corcovado National Park

Costa Ricas berühmtesten National Park habe ich nicht besucht. Ein Besuch ist Zeit- und Geld- aufwändig, das wollte ich dieses Mal nicht investieren zumal das Wetter aktuell sehr instabil ist. Finde hier mehr über den Park heraus: WikiVoyage (englisch) und Wikipedia (deutsch).

Corcovado National Park, ein Highlight das ich nicht besucht habe

Grenzüberquerung bei Paso Canoas

Von Uvita fahre ich direkt nach David in Panama. Um 8:30 Uhr steige ich in Uvita in den Bus und in Neily muss ich in den lokalen Bus zur Grenze umsteigen. In der Grenzstadt Paso Canoas wird sich zeigen ob mein falsches Ticket von ReturnFlights.net akzeptiert wird.

Die Busfahrt zur Grenze kostet ca. 5$, Costa Rica verlassen kostet 7$ und Panama betreten kostet 1$. Ich wurde direkt nach meinem Passport und Flug aus dem Land gefragt also präsentierte ich mein Ticket auf meinem iPod – an die Stelle gezoomt wo man “Panama City nach Frankfurt” lesen kann – und die Grenzbeamte akzeptierte es nach einem flüchtigen Blick ohne weitere Fragen. Keine zehn Sekunden später ist mein Passport gestempelt und ich bin offiziell im Land.

Von Costa Rica ist es nur ein Katzensprung nach Panama. Mein lang ersehntes Ziel, Panama City und der Kanal, rücken in greifbare Nähe. Aktuell habe ich riesig Spaß daran zügig weiter zu ziehen und mich nur auf Highlights zu konzentrieren. Panama City werde ich also in Kürze erreichen.

Boquete

In Bouquete kam ich bei schlechtem Wetter an. Es war wolkenverhangen und regnerisch. Das Hostel Mamallena (12$ p.P.) habe ich mir als Bleibe ausgesucht, da es im Lonely Planet empfohlen wird und tatsächlich macht es einen guten Eindruck. Von anderen Reisenden erfahre ich, dass das Wetter beständig schlecht ist und es seit Wochen jeden Tag ab 14:00 Uhr langsam zu regnen anfängt.

Größere Wanderungen fallen also flach und ich entscheide mich für einen kurzen Spaziergang zum Cascada Escondida der per Collectivo einfach zu erreichen ist. Noch am Abend reise ich ab, da eine Verbesserung des Wetters nicht absehbar ist.

Panama City

Alle Verbindungen in Panama gehen über David und dort muss ich in den Reisebus nach Panama City (18$ p.P. Nachtbus, 8 Stunden) umsteigen. Die Temperatur im Bus ist fürchterlich niedrig, eine vorhandene Anzeige zeigt 10°C wobei ich aber nicht weiß, ob es stimmt.

Panama City in Zentral Amerika

Möglich ist es. Ich habe meinen Schlafsack in meinem Rucksack vergessen und als es mit einfiel war er bereits in der Gepäckabteilung verstaut. Ich fahre als mit kurzer Hose und T-Shirt 8 Stunden lang im 10°C warmen Bus durch die Nacht. Eine unangenehme Erfahrung.

Im Bus lerne ich zwei Reisende kennen mit denen ich mich für eine Taxifahrt zum Luna’s Castle (14$ p.P.) zusammen tue. Das Taxi kostet somit vom Busbahnhof in die Altstadt nur 3$ pro Person. Das Hostel ist gewaltig und im Laufe des Tages habe sicherlich noch 30 Leute eingecheckt. Die ca. 70 Schließfächer neben der Rezeption sind fast alle belegt.

Am Tag der Anreise leihe ich mir eines der kostenlosen Fahrräder und fahre die Pazifik Promenade Panamas Richtung Downtown entlang. Den Rest des Tages bleibe ich in Casco Viejo was ein renovierter Teil der Altstadt und anscheinend auch das Touristische Zentrum ist.

Iguana Island, San Blás

Das Hostel arbeitet mit einer Reiseagentur zusammen und bietet Touren zu den San Blás Inseln an. Für 205$ buche ich eine zweitägige Tour zu den Inseln. Ein große Zahl der Reisenden buchen über die selbe Agentur ihr Boot nach Kolumbien (4 Tage auf See). Vermutlich gibt es günstigere Möglichkeiten aber die Reise nach San Blas schien irgendwie kompliziert zu sein, da der Pier nur von Stark motorisierten Fahrzeugen angefahren werden darf. Busse gibt es also nicht.

Tipp: Wer von Panama per Schiff Richtung Kolumbien reisen möchte bucht in einem Hostel in Panama seine Verbindung. Im Luna’s Castle (wo ich aktuell eingecheckt bin) sind Verbindungen aufgelistet die größtenteils 550$ kosten. Ein Schiff für 375$ ist auch vorhanden. Die Buchung ist hier nichts ungewöhnliches und dauert nur wenige Minuten.

Die Inseln in San Blás sind traumhaft, wie aus einem Film. Die gebuchte Tour hat die zu Verfügung stehende Zeit auch ausgesprochen gut genutzt. Der Zeitplan sah in etwa so aus:

  • 5:00 Uhr morgens, Abholung am Hostel. Transport zum Hafen und von dort zur Hauptinsel.
  • 9:30 Uhr morgens Übersetzen von der Hauptinsel zu einer weiteren, kleineren Insel.
  • 14:00 Uhr Rückkehr zur Hauptinsel, keine weiteren Aktivitäten für den Tag.
  • 9:30 Uhr nächster Tag, wieder weitere Inseln besuchen. Diesmal zwei verschiedene.
  • 14:00 Uhr Gepäck an der Hauptinsel abholen und zurück zum Festland.
  • 18:00 Uhr (ungefähr) Rückkehr zum Hostel.

Mahlzeiten waren inklusive, was unbedingt notwendig ist denn auf den Inseln kann man nichts kaufen.

Fazit: In diesem Fall fand ich es sinnvoll die relativ teure Tour zu den Inseln zu Buchen. Alle Kosten der Selbstorganisation summieren sich zu einem geringfügig günstigeren Preis auf weshalb es sich nicht lohnt sich den Aufwand zu machen. Ich kann die Tour uneingeschränkt empfehlen. Aufgrund der geringen Größe der Inseln reicht eine Nacht vor Ort allerdings völlig aus. Es ist zwar paradisisch aber nach einer Zeit auch etwas langweilig.

Panamakanal

Natürlich ein Highlight in Panama City: der Panamakanal. Luna’s Castle bot hier den Transport zum Kanal und zurück für 8$ an. Da öffentliche Verkehrsmittel dort nicht hin fahren und Taxen 10$ für eine Richtung kassieren, ist der über das Hostel angebotene Transport eine gute Idee und sehr bequem.

Direkt neben dem Kanal steht ein vierstöckiges Museum mit Aussichtsplattform. Üblicherweise ist früh morgens die beste Zeit für einen Besuch, da die großen Frachtschiffe zu dieser Zeit den Kanal passieren.

Der Panama Kanal liegt direkt neben der Stadt und ist mit einer günstigen Tour bestens zu erreichen

Die Tour ist etwa um 9:30 Uhr angekommen und wir haben das letzte Schiff des Tages den Kanal passieren sehen. Nach diesem Event nutzte ich die insgesamt 2,5 Stunden der Tour für Fotos und einen Besuch im Museum.

 

Bocas del Toro, Bastimentos

Am selben Abend reiste ich ab. Mit einem Taxi für 5$ ging es zum Busbahnhof und von dort für 28$ nach Almirante. Der Bus kam extrem früh an, trotzdem warteten Taxen bereits auf potenzielle Kunden und fuhren uns für 1$ zum Anleger. Für nochmals 6$ ging es zur Hauptinseln Bocas del Toro und zuletzt für 5$ nach Bastimentos.

Bocas Del Toro ganz im Nordwesten Panamas

Ich kam ohne Buchung an, habe aber auf Empfehlung im Hostel Bastimentos für 7,5$ pro Nacht eingecheckt. Die Befürchtung dass dieser Ort sehr teuer wird hat sich also nicht bestätigt.

Der Ort auf Bastimentos ist eher nicht sehenswert und der nur über einen extrem zugeschlammten Weg erreichbare Wizzard Beach ist zwar nett, rechtfertigt die komplizierte Anreise aber überhaupt nicht. Weitere Orte besuche ich wegen schlechtem Wetter nicht und nehme in kauf das wahre Highlight möglicherweise zu verpassen.

Anmerkung: Beim Schreiben des Artikels habe ich festgestellt dass ich wegen dem schlechten Wetter vergessen habe Fotos zu machen.

Grenzüberquerung nach Costa Rica

In meiner Unterkunft habe ich ausgeschlafen. Mein nächstes Ziel ist Puerto Viejo in Costa Rica und hier fahren den ganzen Tag regelmäßig Busse hin, daher gab es keinen Grund zur Eile. Die Strecke ist ja auch nicht besonders lang.

Sixaola liegt auf der Grenze, hier geht es zurück nach Costa Rica

Reise zur Grenze nach Costa Rica

Gestartet bin ich ca 9:30 Uhr zum Bootsanleger. Da fast jedes Gebäude, das am oder auf dem Wasser steht auch einen Steg hat ist es eigentlich egal, wo man genau auf ein Boot wartet. Sieht man ein Boot, winkt man es heran und wird abgeholt. Der Transport zur Hauptinsel Bocas del Toro kostet 5$ und von dort nach Almirante auf dem Festland kostet es nochmalmals 6$.

Ich dachte es wäre weit bis zum Busbahnhof und habe entsprechend ein Taxi für 1$ genommen das mich im wesentlichen einmal um den Block gefahren hat (hätte ich mir gespart, wenn ich es gewusst hätte). Mit dem öffentlichen Bus ging es nach Changuinola (weniger als 1$, hier gibt es einen großen Busbahnhof) und zuletzt mit dem nächsten Bus nach Sixaola (weniger als 1$) wo ich direkt neben dem Grenzposten von Panama abgesetzt wurde.

Grenzüberquerung von Panama nach Costa Rica

Zunächst sind 4$ Bearbeitungsgebühr zu zahlen. Danach läuft man 100 Meter zum Immigration Büro und stellt sich bei Exit Panama in die Warteschlange. Die Bearbeitung ist unproblematisch und schnell. Anschließend überquert man die Grenze über eine Brücke zu Fuß und geht auf der anderen Seite wieder zum Immigration Büro, diesmal für Costa Rica.

Hier kommt der spannende Teil, denn Costa Rica kann durchaus nach einem Ticket für die Weiterreise fragen. Dies ist nicht unüblich und man sollte für alle Fälle ein Ticket vorweisen können. Notfalls ein gefälschtes, auch das ist nicht unüblich.

Ich bekam ein Immigrationspapier in das ich meine persönlichen Informationen eintragen musste und wenig später stempelte man meinen Reisepass und ich war wieder in Costa Rica. Nach einem Ticket aus dem Land wurde nicht gefragt.

Zurück in Costa Rica, nächstes Ziel ist Puero Viejo. Der Bus dort hin kostet ungefähr 3$. Ich reise einmal quer durch das Land und stoppe an all den Sehenswürdigkeiten die ich auf jeden Fall sehen möchte. Das sind Strände, Vulkane und … Spinnen?! Yikes! Hatte ich erwähnt, dass ich Spinnen nicht mag?

Puerto Viejo

Ich komme gegen 14:00 Uhr von der Grenze in Puerto Viejo an. Gebucht habe ich nichts aber mein Lonely Planet listet zahlreiche Hostels für diesen Ort und Hostel Pagalú klingt gut also steuere ich es direkt an. Leider ist es ausgebucht und man schickt mich zu einem neuen Hostel das nicht im Lonely Planet steht: Hostel Kinkaju (14$ p.P.). Ich checke für eine Nacht ein. Tatsächlich gibt es hier richtig viele Hostels und ich hätte sicher noch etwas besser gelegenes finden Können.

Der Strand ist nicht was ich als schön bezeichnen würde denn er ist voller scharfkantiger Felsen was bewirkt, dass es eine sehr gefährliche Strömung gibt. Allerdings ist einen kurzen (ca. 3km) Fußmarsch entfernt Playa Cocles zu finden, wo es tatsächlich einen schönen Strand gibt. Bedingt durch das schlechte Wetter bleibe ich nur eine Nacht.

Das Ticket nach San Jose kaufe ich direkt für den nächsten Tag (ca. 10$) da der Bus oft ausgebucht sein soll. Tatsächlich war er voll.

San Jose

Zurück in der Hauptstadt checke ich wieder im Costa Rica Backpackers ein (10$ p.P.) und plane am nächsten Tag zum Vulkan Poás zu fahren.

Vulkan Poás

Der Tag fängt recht früh an, denn ich muss wieder zum anderen Ende der Innenstadt und mit dem lokalen Bus nach Alajuela fahren (ca. 1$, Bus fährt alle 5 Minuten). Dort gibt es täglich einen Bus der um 9:30 Uhr zum Vulkan und um 14:30 Uhr wieder zurück nach Alajuela fährt. Von Alajuela nach San Jose zu kommen ist wiederum kein Problem.

Hat man die 15$ Eintrittsgebühr bezahlt ist vor Ort jede Menge Zeit den gesamten Park abzulaufen. Es gibt hier den dampfenden Krater von Vulkan Poás anzusehen und die Lagune Botos, die sich in einem Krater gebildet hat. Das war es schon und ich habe nach meinem Besuch noch fast zwei Stunden im Besucherzentrum gewartet bis der Bus abfährt. Zum Sonnenuntergang war ich wieder in San José.

La Fortuna und das Volcán Arenal

Von den drei Bussen nach La Fortuna war mir der 6:30 Uhr Bus zu früh, also bin ich die 4 Stunden mit dem Bus um 8:40 Uhr gefahren. Ein Unterkunft habe ich wieder nicht gebucht aber das ist in diesem Ort auch nicht nötig, da es unzählige Hostels gibt. Gerade aus dem Bus ausgestiegen werde ich angesprochen und gefragt, ob ich eine Unterkunft suche und so bin ich zu Cabinas Jerry gekommen. Für 10$ habe ich diesmal sogar ein eigenes Zimmer. Der nette Eigentümer wollte mir auch direkt für 35$ eine Halbtagestour zum Vulkan anbieten was ich abgelehnt habe.

Die offiziellen Preise für die Vulkanbesuche sind 35$ für den halben Tag (14:00 Uhr bis 20:00 Uhr) und 65$ für den ganzen Tag, also von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr. In der Stadt habe ich erfolgreich bei einer Agentur gefragt ob ich die Tagestour auch für 50$ bekommen kann. Mehr wäre mir zu teuer gewesen.

Die Tour war ihrem 50$ absolut wert. Es wurde so viel in einen Tag gestopft, dass wirklich nicht mehr möglich gewesen wäre. Sogar ein abschließendes Bad in einer heißen Quellen war inkludiert. Leider hat es bei der Wanderung geregnet aber so ist das zu dieser Jahreszeit halt.

Grenzüberquerung nach Nicaragua

Mein Trip nach Nicaragua startet in La Fortuna, Costa Rica. Von hier aus starte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Nicaragua. Morgens um 6:30 Uhr nehme ich den Stündlich fahrenden Bus nach El Tanque (ca. 0,50 €) und fahre weniger als 20 Minuten.

Nicaragua in Zentralamerika

In El Tanque gibt es eine Straßenkreuzung an der ich umsteigen muss. An einer kleinen Haltestelle warte ich auf den nächsten Bus der ungefähr 5 Stunden bis zur Grenze braucht (ca. 5 €). An der Grenze steigt man unmittelbar bei der Immigration von Costa Rica aus, bezahlt 7$ Ausfuhrsteuer in einem kleinen Gebäude das an eine Trinkhalle erinnert und läuft anschließend wenige Minuten Richtung Grenze, um sich dann im Regierungsgebäude offiziell aus Costa Rica auszustempeln.

Zu Fuß geht es weiter über die Grenze und in einem Regierungszelt bekomme ich einen Stempel auf einem Stück Papier ausgehändigt. Hiermit laufe ich nochmal 200 Meter zum Immigrationsgebäude und stemple mich für ca. 12$ in Nicaragua ein. Nun bin ich offiziell in diesem Land.

Durch ein Tor an dem nochmals mein Stempel in einem Reisepass geprüft wird komme ich zu den Bussen. Ein Taxifahrer schlägt mir vor mich für 5$ nach San Jorge zu fahren. Ich frage ihn was der Bus kostet und er sagt mir 2$. Es gibt überhaupt keinen Grund mit dem Taxi zu fahren, daher schaue ich ihn einfach nur fragend an bis er sagt: okay, 4$ fürs Taxi. Ich schüttle den Kopf und gehe zum Bus.

Isla Ometepe

Isla Ometepe, die Insel mit den beiden Vulkanen. Die größte Insel im See auf dieser Karte

Anreise

Von der Grenze geht es mit einem Chicken Bus nach Rivas (weniger als 2$) und von hier mit einem Taxi Collectivo nach San Jorge (ca. 1$). Eine Fähre setzt regelmäßig nach Isla Ometepe über und kostet ca. 2$ für 2 Stunden. Da ich mich mit zwei anderen Reisenden zusammen getan habe, die nach Balgüe wollten was am anderen Ende der Insel lag, teilten wir uns ein Taxi für 7$ pro Person.

Ich habe mich geärgert, mich angeschlossen zu haben, denn außer überfüllten Hostels hatte Balgüe wenig zu bieten. Ich fand eine Unterkunft für 12$ die Nacht.

Tipp: Bei meiner Abreise habe ich erfahren dass Farm Stay hier weit verbreitet und viel billiger ist. Wahlweise kann man auch auf den Farmen gegen entsprechende Vergünstigungen mitarbeiten. Ein Beispiel ist El Zopilote. Wenn ich das früher herausgefunden hätte wäre das eine willkommene Abwechslung zum Reisen gewesen.

Auf Isla Ometepe

Isla Ometepe besteht aus zwei Vulkanen. Und obwohl eine der beliebtesten Aktivitäten das Besteigen dieser Vulkane ist, miete ich mir ein Motorrad (25$), um die östliche Insel zu umrunden. Meine letzte Vulkanbesteigung in Costa Rica, La Fortuna ist erst wenige Tage her, daher fehlt mir hierfür die Motivation. Sehenswürdigkeiten um die Insel sind vor allem der Wasserfall La Casada de Maderas (3$ Eintritt + 3$ für ein Vehikel. Eine 2 bis 3 stündige Wanderung zum Wasserfall und zurück sollte man einplanen) und Ojo de Agua (ca. 3$ Eintritt), was ein netter Pool mit Restaurant ist.

Granada

Granada liegt direkt am Lago de Nicaragua

Anreise

Meine nicht ganz so eilige Art zu reisen rächt sich bei der Abreise von Isla Ometepe. Balgüe liegt nämlich weit weg vom Hafen in Moyogalpa. Ich habe bis 8 Uhr ausgeschlafen, das bedeutet alle Busse außer einem um 11:30 Uhr sind bereits weg. Man sollte hier früh reisen. Bis zum 11:30 Bus waren es noch über 2 Stunden und ich würde in der Dunkelheit in Granada ankommen. Aufgrund von Ungeduld habe ich mich für 7$ mit dem Motorrad nach El Quino bringen lassen wo ich einen Chicken Bus nach Moyogalpa (weniger als 1$) nehmen konnte.

In Moyogalpa verlässt die Fähre regelmäßig den Hafen und für 2$ komme ich nach San Jorge wo bereits ein Chicken Bus auf Passagiere wartet. Für weniger als 2$ fährt er nach Managua und ich (bzw. eine kleine Gruppe von Leute die ich im Bus kennen gelernt habe) steige an einer Kreuzung aus, an der der Bus in die falsche Richtung abbiegt.

Taxen wollen von hier etwa 10$ für den Transport nach Granada also warte ich auf einen Bus. Kaum 5 Minuten später kommt ein Shuttle Collectivo Richtung Granada vorbei und der Transport in die Stadt kostet damit nur etwa 50 Cent.

In Granada sind die ersten beiden Hostels, bei denen ich nach Unterkunft frage, ausgebucht und so lande ich letztlich für 7$ pro Nacht im Backyard Hostel. Das Hostel wird zwar ständig gereinigt, wirkt aber trotzdem nicht sauber. Zum schlafen in einem Dorm ist es aber vollkommen okay.

In Granada

Granada ist eine schöne Stadt (vergleichbar mit Antigua, Guatemala oder San Cristobal de las Casas, Mexico) direkt am Lago Nicaragua. An und um den Marktplatz gibt es viele Gebäude zu bewundern, Restaurants und Street Food, Richtung Süden findet man einen enorm großen Markt und Richtung Osten kann man wenige hundert Meter vorbei an zahlreichen Restaurants zum See laufen.

An einem Tag habe ich mich den gesamten Tag nur in eines der Restaurants niedergelassen und mit meinem Blog beschäftigt. Am nächsten Tag bin ich durch den Ort geschlendert und habe am Abend an einer netten Tour zu den Inseln La Isletas teilgenommen. Man hat mir den Preis von ursprünglich 20$ um 50% reduziert da ich gesagt habe dass mein Hostel die Tour für 14$ anbietet und so konnte ich letztlich für 10$ unter anderem nach Monkey Island (eine winzige Insel voller Affen) schippern.

Auch hier gibt es endlos viele Aktivitäten und Touren die man buchen kann. Granada ist ein großartiger Ausgangsort, allerdings wartet die eine Aktivität die mich wirklich interessiert in León.

León

Anreise

Direkt vor dem Backyard Hostel fährt der Bus nach Managua etwa alle 20 Minuten vorbei. Und für weniger als 2$ fahre ich mit dem öffentlichen Verkehrsmittel bis zum zentralen Busbahnhof und der Hauptstadt. Der Bus nach Leon fährt regelmäßig vom gleichen Busbahnhof ab und kostet auch weniger als 2$. Die Verbindung ist also ziemlich einfach.

In León angekommen habe ich Probleme übermotivierte Taxifahrer los zu werden, die nicht verstehen wollen, dass ich 2 km auch laufen kann. Weil ich keine Ahnung habe an welchem der Busbahnhöfe ich eigentlich bin, frage ich regelmäßig in welcher Richtung die zentrale Kathedrale liegt und man deutet mir die Richtung. Anhand der selten vorhandenen Straßennamen an den Hauswänden und meiner Karte im Lonely Planet finde ich letztlich meinen Weg zum Bigfoot Hostel (8$ p.P. für einen Dorm mit Ventilator, Klimaanlage würde 10$ kosten).

In und um León

Wie schon Granada ist León eine hübsche Stadt. In den Straßen und auf dem Marktplatz vor der Kathedrale herrscht geschäftiges Treiben. Nach meiner Ankunft habe ich mir wieder den Ort angesehen und obwohl es bei meiner Rückkehr zum Hostel gegen 16:00 Uhr noch nicht wirklich spät war bin ich schlafen gegangen und habe bis zum nächsten Morgen durch geschlafen.

Am nächsten Morgen habe ich mich für das Vulkanrodeln (31$ p.P.) angemeldet, das exklusiv vom Bigfoot Hostel veranstaltet wird (Es gibt andere Veranstalter, beispielsweise sogar die Möglichkeit per Snowboard den Vulkan herab zu gleiten. Den Anbieter findest Du hier).

Der Strand bei León

Vor dem Vulkanrodeln habe ich bereits ausgecheckt und am Nachmittag das kostenlose Shuttle vom Hostel zum Strand genommen. Dort gibt es ein weiteres Bigfoot Hostel (3,60$ p.P. im Dorm) und obwohl der Preis pro Nacht verschwindend war musste ich 8$ für eine Party im Hostel bezahlen an der man automatisch teilnimmt, wenn man dort schläft. Aus Mangel an Teilnehmern war die Party aber eine Pleite und keine 8$ wert.

Der Strand selber ist zum Surfen geeignet, hat grauen Sand, starken Wellengang und angenehme Wassertemperatur. Ich ging nach dem Aufstehen eine Runde schwimmen und die Strömung hat mir die Füße weggezogen. Noch am Vormittag spielte ich mit dem Gedanken zu den Corn Islands zu reisen und so machte ich mich auf den Weg nach Managua.

Managua

Vom Strand bei León ist ein öffentlicher Bus die beste Verbindung in die Stadt zurück. Für ungefähr 1$ komme ich also wieder am Busbahnhof in León an, von wo aus eine Direktverbindung nach Managua gibt (ca. 2$). In Managua angekommen habe ich mir das Managua Backpackers Inn ausgesucht (12$ p.P.), um von hier meine weitere Reise zu planen.

Managua ist die Hauptstadt von Nicaragua und für Touristen wenig interessant

Das Problem mit den Corn Inseln: Gelten sie doch als schönster Ort in Nicaragua, so hat es auch seinen Preis dort hin zu reisen.

  • Fliegen kostet hin- und zurück ungefähr 200$. Da ich geplant habe nur drei Tage vor Ort zu bleiben ist das schon ein sehr hoher Preis, der sich nicht gelohnt hätte.
  • Alternativ könnte ich per Bus und Fähre die Strecke in einer Richtung für ungefähr 15$ zurücklegen, das dauert allerdings 24 Stunden. Dafür habe ich leider zu wenig Zeit.

Zwei Möglichkeiten für die Reise zu den Corn Inseln und keine kommt in Frage. Ich Reise also nicht dort hin sondern entscheide mich für San Juan del Sur, um dort ein paar Tage am Strand zu entspannen.

Managua selber habe ich nicht besucht. Ich habe niemand getroffen der etwas positives über Managua gesagt hätte. Selbst die Mitarbeiter vom Hostel sagten mir es lohnt sich nicht und ein Reisender kam gerade aus der Stadt zurück um meinte es gibt dort nichts, was man sehen muss. Die Meinungen sind so einheitlich dass ich sie glaube und mich nicht großartig in Managua umsehe.

San Juan del Sur

Zu dem relativ weit entfernten Busbahnhof musste ich diesmal mit dem Taxi fahren. Ich habe die Distanz auf 8 km geschätzt und dem Taxi 4$ für den Transport gezahlt. Am Busbahnhof wollte mir auch prompt jemand, der auf Trinkgeld aus war helfen und hat meinen Rucksack bereits weggetragen als ich noch mit dem Bezahlen des Taxis beschäftigt war. Ich empfand das als äußerst lästig und gab ihm kein Trinkgeld, denn da der Taxifahrer kein Wechselgeld hatte habe ich letztlich viel zu viel bezahlt, um dann meinem Rucksack hinterher zu rennen, der bereits hinter irgendwelchen Bussen verschwand.

In San Juan Del Sur nochmal richtig entspannen, bevor es wieder nach Costa Rica geht

Der Bus fährt nach Rivas, dort steige ich um nach San Juan del Sur. Beide Busse kosten weniger als 2$.

In San Juan del Sur wartet an der Bushaltestelle ein freundlicher Schlepper, der mir ein Hostel für 8$ p.P. zeigt. Da ich mich aber auch eine weile im Hostel selber aufhalten möchte und die Atmosphäre eher an eine dunkle Seitengasse in einer armen Stadt erinnert, schaue ich mich nach einem anderen Hostel um und finde das Casa Oro, das auch im Lonely Planet empfohlen wird. Ich checke für 10$ p.P. ein.

Abreise nach Costa Rica, Santa Helena

Ich habe meine Abreise einen Tag verzögert, denn ich habe mir erst gegen 10 Uhr morgens überlegt, wo es hin gehen soll. So spät abzureisen bedeutet in Costa Rica vielleicht nicht am Ziel anzukommen, da die Busse hauptsächlich morgens fahren. Am nächsten Morgen bin ich daher um 7 Uhr aus San Juan del Suar nach Rivas abgereist (ca. 1$). Zur Grenze bin ich ebenfalls mit einem öffentlichen Chicken Bus gefahren (ca. 2$) und dort angekommen wurde ich vor dem Grenzposten von Nicaragua abgesetzt.

Prompt wurde ich angesprochen, ob ich mit einem Transnica Bus (private Fernbusse, 12$ bis Santa Helena) weiter fahren möchte. Da ich meine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht herausfinden konnte und nicht wusste ob und wann der Bus weiter fährt (und die Transnica Mitarbeiterin mir versicherte, dass öffentliche Busse nicht billiger sind, was natürlich nicht stimmt) habe ich ein Ticket gekauft.

Ich habe meinen Pass vom nicaragischen Grenzposten stempeln lassen und dann auf den Bus gewartet. Nachdem ich eingesammelt wurde durfte ich nach wenigen Minuten am Grenzposten von Costa Rica wieder aussteigen, um mich wieder einzustempeln. Es wurde direkt nach meinem Anschlussticket gefragt, das ich als Screenshot auf meinem iPod vorlegen konnte. Wenige Augenblicke später war die Migration erledigt und ich stieg wieder in den Bus ein.

Santa Helena in Costa Rica ist ein Paradies für Abenteuersüchtige!

Das nächste Ziel ist Monteverde in Costa Rica.

Monteverde

In Monteverde wartet das Abenteuer. Und die Extremo Tour ist sicherlich eine der besten Ziplining Touren, die ich jemals gemacht habe. Wir folgen nicht nur einem Seil, sondern direkt einem dutzent, plus einem Seil, das einen Großteil der Strecke durch einen Tunnel führt. Die 60 Meter Schaukel ist auch nicht zu unterschätzen. Mehr im Video!

Monteverde ist ein genialer Ort für Aktivurlaub. Da er recht hoch gelegen ist, kühlt es hier nachts so weit ab, dass man sich gut anziehen sollte. Es gibt hier alle Möglichen Anbieter von Touren, Bungee Jumping und Wanderungen. Leider rückt mein gebuchter Flug langsam immer näher.

Mein Trip endet wo er begonnen hat, nämlich in San José in Costa Rica. Leider viel zu früh!

Warst du schonmal in Zetralamerika? Wo warst du und was hast du gemacht? Was war dein Highlight?

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