Ein Familienurlaub mit Freunden, ein Mietwagen voller Geschichten und eine Umgebung, die zwischen Weltuntergang und Postkartenidylle schwankt – unser Trip in die Türkei, genauer gesagt nach Antalya und Umgebung, hatte wirklich alles zu bieten. Für Familien, Outdoor-Liebhaber und Kletterfreunde ist die Gegend ein echtes Abenteuer. Hier kommt unser Reisebericht – garniert mit persönlichen Anekdoten, etwas Reisetipps und Isa, unserer kleinsten Entdeckerin.
Tag 1: Ankunft mit Hindernissen
Schon am Flughafen begann unser Abenteuer: Der Mietwagen war zwar problemlos gebucht, doch Peters Kreditkarten wollten einfach nicht akzeptiert werden. Ein echter Nervenkitzel – zum Glück hatten wir noch eine weitere Karte dabei, sonst hätten wir auf dem Parkplatz übernachten müssen.
Markus: „Das ist wirklich ein totales Glücksspiel mit den Kreditkarten. Warum gibt es da nicht einfach mal was, das funktioniert?“
Einziger Lichtblick: Der Frühling in Antalya begrüßte uns mit frischen 12 Grad und Regen. Perfekte Gelegenheit, sich schon am ersten Abend Gedanken über alternative Transportmittel und Reisestrategien zu machen. Künftig vielleicht lieber wieder mit dem Auto nach Italien?
Tag 2: Frühstück mit Meerblick und Improvisation
Unser erster richtiger Morgen startete mit einem klassischen Reiseparadox: Alles hatte zu. Also ab ins Café. Draußen toste der Wind, drinnen brutzelten Pommes zum Frühstück – sehr türkisch, sehr lecker.
Markus: „Ich hab mich durchgesetzt – es ist die einzig sinnvolle Lösung. Alle Läden sind zu, wir brauchen Essen!“
Der Meerblick beim Frühstück entschädigte für so manches. Die Atmosphäre war gesellig, Isa war der Star am Tisch und sorgte mit allerlei Tönen für akustische Highlights.

Tag 3: Regen, Pfützen und Fahrradventile
Der erste April machte seinem Namen alle Ehre: Dauerregen! Während ein Teil der Gruppe sich todesmutig Richtung Kletterfelsen aufmachte (und bald wieder zurückkehrte), erkundeten wir Strand und Pfützenlandschaft. Isa war begeistert, wir waren durchnässt.

Markus: „Isa ist klatschnass. Aber hey – sie hat Regensachen an, also kein Problem.“
Highlight des Tages: Die Jagd nach einem neuen Ventil für den Kinderwagen. Pro-Tipp: Fahrradläden sind dafür die beste Adresse. Und ja – Mobile Daten sind Glückssache. Die türkische SIM wollte einfach nicht funktionieren.
Tag 4: Sonnenschein, Souvenirs und antike Steine
Endlich schönes Wetter! In der Altstadt von Antalya schlenderten wir durch kleine Gassen, kauften Souvenirs und ließen uns treiben. Am Nachmittag stand Thermessos auf dem Plan – eine Ruinenstadt im Nebel, mystisch und fast menschenleer.
Markus: „Die Ruinen verschwinden hier so ein bisschen im Nebel. Sieht aus wie in einem Fantasy-Film.“
Isa schaukelte im Kraxel auf Papas Rücken, der Weg war matschig, aber lohnenswert. Die Dimensionen der Anlage beeindruckten uns alle. Und ganz ehrlich: Für Kinder ist so ein Ruinenspaziergang mindestens so spannend wie jeder Abenteuerspielplatz – nur dreckiger.

Tag 5: Olympos – Von Flammen und Felsen
Ein Tag, der alles hatte: Regen am Morgen, Sonne am Nachmittag, ewige Flammen am Abend. In Olympos erkundeten wir nicht nur Klettergebiete, sondern auch eine faszinierende antike Stadt. Der Spaziergang durch das Flusstal bis zum Meer war lang, aber voller Eindrücke.

Markus: „Auf der anderen Seite des Flusses stehen die besten Gebäude. Die hat keiner restauriert – die sind richtig cool.“
Abends ging es für den mutigen Teil der Truppe noch zu den legendären „ewig brennenden Flammen“ auf den Berg. Für Markus und Isa ging’s früher ins Bett – was bei Kindern fast genauso mystisch ist.

Tag 6: Kletter-Camping und Baumlandungen
Am nächsten Tag bezogen wir das Klettergebiet „Sun Camping“. Dort gab es alles, was das Herz begehrt: Felsen, gute Routen – und Isa, die Käse-Butterbrote verteilte, während andere in Bäume segelten.
Markus: „Einer ist beim Klettern in einem Baum gelandet. Fragwürdig. Aber Isa hatte Spaß mit meinem Brot.“
Auch das ist Urlaub: Sitzen, entspannen, dem Kind den Helm aufsetzen und einfach nur genießen. Der Regen kam später – aber da waren wir längst im Trockenen.
Fazit: Urlaub zwischen Abenteuer und Alltag
Die Türkei rund um Antalya ist ein Reiseziel voller Kontraste – zwischen Naturgewalt und Kultur, Outdoor-Sport und Familienzeit. Für uns war es genau das richtige: ein bisschen chaotisch, oft nass, aber vor allem voller gemeinsamer Momente, Gelächter und Geschichten, die man sich noch lange erzählen wird.

Markus: „Vielleicht fliegen wir erstmal nicht mehr. Aber für diesen Trip hat es sich gelohnt.“
Tipps für euren eigenen Trip nach Antalya
- Kletterfreunde aufgepasst: Die Gebiete rund um Olympos und Geyikbayırı sind weltklasse. Auch für Anfänger geeignet.
- Wetter im Frühling: Unterschätzt es nicht! Auch in der Türkei kann’s regnen. Regensachen einpacken lohnt sich.
- Mietwagen? Ja! Aber Kreditkartenprobleme sind häufig – gut vorbereiten oder Alternativen parat haben.
- Kinderfreundlich? Absolut! Viele Strände, flache Wanderungen und viel zu entdecken – aber: gute Kinderkleidung einpacken.
- Antike Highlights: Thermessos und Olympos sind ein Muss. Früh losgehen lohnt sich – für Licht, Ruhe und Stimmung.
Wenn du auch mit Kind und Kletterausrüstung unterwegs bist, oder einfach nur ein bisschen Abenteuer suchst – Antalya und Umgebung werden dich überraschen. Vielleicht sogar nass. Aber definitiv nicht langweilig.
