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Alaska

USA, Visum und Einreisen, ein Erfahrungsbericht

Wer ganz genau wissen will ob und wie man in die Staaten kommt wird aus der Information im Internet im großen und ganzen nicht schlau. Man beantragt ein Visa Waiver oder vielleicht auch nicht und darf dann einreisen oder vielleicht auch nicht.

Wer ganz genau wissen will ob und wie man in die Staaten kommt wird aus der Information im Internet im großen und ganzen nicht schlau. Man beantragt ein Visa Waiver oder vielleicht auch nicht und darf dann einreisen oder vielleicht auch nicht.

Alaska, The Last Frontier

Am Visa Waiver Programm (ESTA) teilzunehmen ist die Grundvoraussetzung, um in Amerika einreisen zu dürfen. Bei Abschluss hat man allerdings kein Visum, sondern ist lediglich im System eingetragen. Zwei Jahre lang ist diese Eintragung gültig und in dieser Zeit darf man Ein- und Ausreisen wie man möchte wobei man sich an die maximal zulässigen 90 Tage Aufenthalt im Land halten muss. Bei Ersteinreise erhält man an der Grenze das 90 Tage Visum das weiterläuft egal ob man im Land ist oder nicht. Nach Ablauf dieser 90 Tage kann man versuchen weitere 90 Tage zu bekommen, nur wird es jedes mal schwieriger.

Ein verwackeltes Paparazzi Photo von unserem Anpirschen an den Grenzposten

Ein verwackeltes Paparazzi Photo von unserem Anpirschen an den Grenzposten

Darf man wirklich ein- und ausreisen wie man möchte?

Nicht ganz. Die USA möchten nicht, dass jemand sein Touristenvisum benutzt, um zu arbeiten und durch Aus- und wieder Einreise lediglich eine Verlängerung (weitere 90 Tage) bekommt und damit illegal weiter arbeitet.

Warum schreibe ich diesen Artikel?

Vor zwei Wochen, als wir nach Alaska eingereist sind war ich sicher über die Gültigkeitsdauer meines Visums hinaus im Land bleiben zu wollen. daher habe ich mein Visum für die USA verlängert und mir wurde mitgeteilt, dass eine weitere Verlängerung unwahrscheinlich ist. Das bedeutet nach dem 23. Oktober werde ich wohl eher nicht mehr in die USA einreisen dürfen.

Soeben (zwei Wochen nach Einreise) haben wir die USA verlassen. Bei der Ausreise habe ich auf der amerikanischen Seite nachgefragt, ob ich nach dem 23. Oktober Probleme bei Wiedereinreise in die USA haben werde. Ich werde vermutlich nicht mehr in das Land kommen wurde mir gesagt. Auf die Frage, ob ich mein Visum abbrechen könnte wurde mir verneint. Pech.

Auf der kanadischen Seite habe ich ebenfalls nachgefragt. Man hat mein Visum aus meinem Pass entfernt, ich werde keine Probleme bei Wiedereinreise haben, muss nächstes mal aber wieder 6$ für die Einreise zahlen. Sowas …

Das Problem, das mich bei Wiedereinreise vielleicht erwartet hätte, hat sich in Luft aufgelöst. Warum kein Grenz Beamter hinreichend Informationen liefern kann, um zu wissen dass alle ganz unkompliziert ist vermag ich nicht zu sagen. Aber wer längerfristig die Staaten verlässt sollte einfach sein Visum entfernen lassen und somit weitere Probleme vermeiden.

Neues von der letzten Einreise

Da ich von Whitehorse (Yukon Territory) noch nach Skagway (Alaska) gefahren bin musste ich die Grenze einmal mehr überqueren. Der Grenzbeamte war sichtlich überrascht dass ich zwar einen gültigen Stempel, jedoch keinen gültigen Laufzettel (Bekommt ihr nur bei Einreise über den Landweg) besaß. Für die bereits bekannten 6$ bekam ich einen neuen Laufzettel der die gleiche Gültigkeitsdauer wie mein bereits abgegebener Laufzettel hatte.

Laut diesem Beamten kann ich immer wieder ohne Probleme ein neues Visum (ESTA ist kein Visum, das Visum bekommt ihr an der Grenze und es gilt 90 Tage) bekommen, da ich ja aufgrund meines Work & Travel Visums in Kanada lebe. Ein gewöhnlicher Tourist bekommt eine Verlängerung nicht ohne weiteres.

Allerdings hat seine Kollegin behauptet, dass ein wiederholtes Visum nur nach einer Pause von einem Monat ausgestellt wird. Davon wusste er wiederum nichts. Nun habe ich wieder einen Laufzettel in meinem Reisepass, den ich bei Ende seiner Gültigkeitsdauer wieder abgeben muss (Ich habe schon gehört, dass manche Reisende auf die Idee kommen ihn einfach zu entsorgen – stellt euch auf Stress an der Grenze ein).

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4 Comments

4 Comments

  1. Jannis

    4 September, 2014 at 15:34

    Schön geschriebener Artikel! Die Bürokratie und die mangelnden infos nerven mich auch ziemlich. Als Deutsche haben wir zum Glück ganz gute Voraussetzungen, was Visa betrifft. Ich habe unterwegs mal eine arme Irakerin getroffen, die seid 3 Jahren versucht Amerika zu bereisen. Das wird schon schwieriger.
    Noch bizarrer ist die Geschichte von einem Freund aus England, der in Amerika (mit Arbeitsvisum) als Trickzauberer arbeiten wollte. Er wurde am Flughafen festgehalten und sein Koffer wurde vor seinen Augen gesprengt, weil man die Apparaturen mit ihren Federn und Drähten für eine Bombe hielt. Verrückt 😀

    Viel Erfolg beim Papierkrieg!

    • mfriese

      4 September, 2014 at 17:24

      Hallo und vielen Dank 🙂 Die Geschichten sind ja wirklich verrückt. Ich habe bei den Amerikanern auch manchmal das Gefühl dass die ein bisschen spinnen. Freundlichkeit bleibt beispielsweise an stark frequentierten Grenzposten auf der Strecke (zum Beispiel bei Niagra). Die Grenze nach Alaska war aber immer sehr freundlich und hilfsbereit. Was mir im wesentlichen von den Grenzkontrollen im Kopf geblieben ist, ist dass die selber keine Ahnung haben 😉
      Viele Grüße!

  2. Evy Heart

    19 September, 2014 at 17:48

    Das klignt echt kompliziert!

    • mfriese

      21 September, 2014 at 23:53

      Ist es eigentlich nicht. Was es kompliziert Macht ist dass dir jeder etwas anderes erzählt.

      Viele Grüße!

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