Kategorie: Australien (Page 2 of 9)

Pannenmarathon auf dem Weg nach Darwin

Wir fahren Richtung Darwin, wo wir für Julia Arbeit und Unterkunft finden müssen und für unseren Van einen sicheren Ort an dem er für ein paar Wochen oder Monate stehen kann. Die Notlösung ist die, dass Julia den Van übernimmt, in ihm wohnen kann und einen Abstellplatz sucht, sobald sie weiter reisen möchte. Die Zeit wird knapp, denn es sind nur noch wenige Tage bis zum Flug. Und in dieser kurzen Zeit häufen sich die Pannen.

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Traumstrand von Broome, Western Australia

Wir lassen Port Hedland hinter uns und fahren weiter in Richtung Broome. In Zahlen bedeutet das etwa 1000 km Fahrt. Wir beschränken uns auf eine Geschwindigkeit vom ca. 85 km/h da der Van ansonsten seinen Verbrauch verdoppelt und das zum einen natürlich teurer ist, zum anderen gibt es auf dem Weg aber nicht genügend Tankstellen um bei höherem Verbrauch die Distanzen zu schaffen.

Ankunft in Broome

Er gilt als traumhafter Ort. Er ist ausserdem bekannt für seine Perlen- und Schmuckproduktion. Wir haben uns eine Weile in der Tourist Information herumgetrieben, um alles Details über Broome herauszufinden. Die lebensnotwendigen Supermärkte gibt es hier auch, das heisst wir können unsere Vorräte zu gewohnten Preisen wieder auffüllen.

Ein Tag in Broome

Unser Plan für Broome stand schnell fest. Zunächst im Schmuckgeschäft eine Vorführen besuchen, bei der erklärt wird, wie Perlen hergestellt werden. Anschließend einkaufen und das Internet bei Mc Donalds nutzen. Anschließend zum berühmten Strand.

Schmuckladen in Broome, Produktion von Perlen

Die Show beginnt und während Julia bei Mc Donalds im Internet surft schauen wir uns an, wie Perlen aus Muscheln extrahiert werden. Normalerweise überlebt die Muschel den Prozess – nur glaube ich die Muschel für die Vorführung hatte Pech.

Der Strand in Broome

Wir holten Julia bei Mc Donalds wieder ab. Sie hatte übrigens keinen Erfolg mit der Internetverbindung da im Moment so viele Backpacker das Netz blockieren, dass nichts mehr geht. Wir fahren also ein paar Kilometer bis zum Strand und stellen uns dort zwischen die Vans von zahllosen anderen Backpackern. Beim essen kommen wir schnell ins Gespräch.

Zwei Franzosen die wir schon in Calbarry getroffen haben sind auch hier. Somit waren wir eine große Gruppe und haben den Tage gemeinsam auf dem Parkplatz und am Strand verbracht. Für den Abend wurden wir ausserdem zu einer Party eingeladen, die an dem Tourist Information Schild vor dem Ortseingang statt finden sollte. In der Praxis heisst das: Über zehn Kilometer ausserhalb des Ortes feiern und kostenlos campen, da der Ranger sich für das Gebiet nicht interessiert.

Mobile Disco im Outback

Bereits in der Dunkelheit kommen wir auf dem Platz an. Alles ist ruhig und wir fahren zweimal hin- und her und suchen nach der besagten Party. Alles ist still. Es scheint etwas dazwischen gekommen zu sein, also suchen wir uns zwischen den 20 bis 30 anderen Fahrzeugen einen guten Platz und begeben uns so langsam ins Bett.

Kurze Zeit später werden wir von dem Wummern eines tiefen Basses geweckt. Der Disco-Van der beiden Franzosen zieht ein paar Kreise über den Platz und stellt sich letztlich in einer Ecke zwischen seinen Freunden ab. Im Halbschlaf sehen wir uns an. Einziger Kommentar: „Ich glaube die Party kann jetzt steigen“.

Backpacker verstauen

Wir haben gefeiert bis die Autobatterien leer waren. Genervte Nachbarn wurden ignoriert, der Platz ist schließlich groß genug, um sich etwas weiter weg ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Einer unserer Französischen Freunde hat mit seinem DJ Equipment sogar ziemlich professionell die Tracks abgemischt.

Nach der Feier verzogen wir uns, wie alle anderen auch, zum schlafen in unsere Fahrzeuge. Allerdings sind drei Leute per Anhalter hier rausgefahren und wussten nun nicht wohin. Nach einigem Hin- und Her, Austauschen von Schlafsäcken und umquartieren von Autobesitzern waren die drei auf zwei Vans und einen Kombi verteilt und unsere Mitschläferin für die Nacht hat bereits nach fünf Minuten angefangen zu schnarchen wie ein Sägewerk.

Der Tag danach

Am nächsten Tag sind wir wieder nach Broome gefahren. Die Obdachlosen sind per Anhalter gefahren. In Broome haben wir vollgetankt, den halben Tag am Strand verbracht und schon waren wir wieder auf dem Highway.

Am nächsten Morgen. Auch sympathisch direkt vor dem 'no camping' Schild zu zelten

Am nächsten Morgen. Auch sympathisch direkt vor dem ’no camping‘ Schild zu zelten

Abschied von Wayne, dem Aborigines

Wir sind etwa zehn Tage beim Aboringes Wayne geblieben. In der Zeit haben wir ihm geholfen sein Camp einzurichten und seine technischen Geräte ans laufen gebracht. Im Gegenzug hat er uns eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben, Ausflüge mit uns organisiert und sich um die Verpflegung gekümmert.

Wir beladen den Van. Julia macht ein Nickerchen

Wir beladen den Van. Julia macht ein Nickerchen

Unsere Zeit ist aber begrenzt, da wir in ein paar Tagen in Darwin sein müssen. Wir verbringen also den halben Tag damit in den Van umzuziehen. Anschließend verabschieden wir uns von Wayne und schon sind wir wieder auf der Straße Richtung Norden.

Das nächste Ziel ist Port Hedland. In der Zwischenzeit werden wir kein Internet zu Verfügung haben.

Ein Tag mit Wayne, dem Aborigines

Wayne Stevens, Aboriginal Elder in der Gegend um Tom Price. Ausserdem eine lokale Berühmtheit und zuständig für die Belange der Aborigines im Gebiet um Tom Price. Seit dem Tod seines Vaters ist er nun in dier Rolle des weisen Lehrers geschlüpft. Wir haben riesiges Glück Wayne kennen gelernt zu haben, denn er kennt alle Details über seine Kultur.

Von Gitarrenklängen geweckt

Wayne ist ein Frühaufsteher. Auch wenn wir Aborigines bisher eher als gemütlich kennen gelernt haben, so trifft dies auf Wayne sicher nicht zu. Wenn er eine Idee hat, dann will er sie sofort umsetzen. Und wenn das morgens um 6:00 Uhr ist, dann müssen alle anderen eben geweckt werden.

Bushwalk am Morgen

So wurden wir also zu einem Bushwalk am frühen Morgen zusammengetrommelt. Direkt hinter Waynes Anwesen ist ein zu dieser Jahreszeit trockenes Flussbett das wir bis zu einem kleinen Teich entlanglaufen. Unterwegs erklärt uns Wayne Details über alle möglichen Pflanzen an denen wir vorbeikommen. Sich aborigines Namen merken zu wollen ist sinnlos da die Aussprache so ungewohnt ist, dass man nicht mal ein Wort wiederholen kann ohne sich zu versprechen.

Da bald ein Fest bevorsteht und Aborigines sich hierauf mit traditioneller Dekoration verkleiden arbeitet Wayne gerade an einem Schild, der momentan im Teich, an dem wir sitzen, eingelagert ist. Wird er wieder getrocknet, wird er um so härter sein. Ausserdem wird der Schild mit dem Muster von Waynes Stamm bemalt und identifiziert ihn somit.

Offroad am Mittag

Nach unserer Rückkehr im Camp hatte Wayne direkt die nächste Idee. Einen Ausflug mit uns und seinem Toyota. Um deutlich zu machen, dass er es eilig hat stellte er seinen Toyota direkt neben den Esstisch und lies den Motor laufen. Gestresst sind wir in den Wagen gesprungen und schon ging es wieder los.

Zurück zum Highway, diesen ein paar Kilometer entlang und dann auf eine Gravel Road abgebogen, von der wir dann wiederum in ein Flussbett abgebogen sind. Dem Flussbett sind wir bis zu einem Punkt gefolgt, der für Wayne etwas besonderes sein musste. Und tatsächlich: Nachdem wir ausgestiegen und noch eine Weile gelaufen sind, hat er uns Figuren und Muster gezeigt, die ein einige Steine geritzt wurden. Die Werke seiner Ahnen. Die Bilder können alles mögliche bedeuten, beispielsweise die Markierung einer Wasserstelle.

Wir nickten beeindruckt. Werke wie diese sind die einzigen materiellen Artefakte der alten Kultur der Aborigines. Da sie Nomaden sind und umherziehen haben sie nie größere Werke errichtet oder etwas bleibendes hinterlassen. Das gesamte Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben und entspringt einer mysteriösen, alten Zeit die als Dreamtime bezeichnet wird. Man bekommt nur langsam ein Gefühl für diese Kultur die stets mit Australien verschmolzen ist. Und Wayne ist stolz auf sein Land und seine Vorfahren und das zurecht, haben sie doch ihre Überlebenstaktiken in diesem Lebensfeindlichen Land perfektioniert.

Der Rest vom Tag

Wir gehen zum Auto zurück und fahren zurück auf den Highway und in Waynes Camp. Für heute sind die Ausflüge beendet. Wir machen uns gemeinsam etwas zu Essen auf dem BBQ und setzen uns am späten Abend in der Dunkelheit gemeinsam ans Lagerfeuer und Wayne spielt auf seiner Gitarre ein paar seiner Lieblingslieder für uns.

Abends am Lagerfeuer, wir lauschen Wayne's Gitarrenspiel

Abends am Lagerfeuer, wir lauschen Wayne’s Gitarrenspiel

Ein gelungener Tag würde ich sagen.

Postkarten für Wayne

Wayne wollte ein paar Postkarten entwerfen, die er in Tom Price z.B. an der Tourist Information verkaufen kann. Ich habe mich also hingesetzt und für ihn flugs ein paar Schlichte aber (wie ich arroganter weise meine) hübsche Karten entworfen.

Zu sehen sind Aborigines bei ihrem kulturellen Tanz. Laut Wayne wird dieser als Corroboree bezeichnet.

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Wayne und Tom Price, Western Australia

Wir haben Exmouth, Western Australia, Richtung Nord-Ost verlassen und sind unterwegs nach Darwin. Da wir unterwegs den Karijini Nationalpark besuchen wollen führt unser Weg uns unmittelbar nach Tom Price. In Tom Price wollen wir uns für die Weiterreise in den Supermärkten ausrüsten und treffen durch Zufall auf den Aborigines Elder Wayne Stevens. Er hat einiges geplant und wir stellen uns als Versuchskaninchen für sein Pilotprojekt zur Verfügung.

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Überraschung auf Mt. Nameless in Western Australia

Corinna hat wieder eine Mission. Da sie gerne wandert und auf Berge steigt und sie sich auch schon informiert hat, wo der höchste Berg Western Australias ist, sind wir nun hier: Am Mount Nameless.

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