Kurzgeschichten: Road Kill

Ein unschönes Thema aber in Australien gibt es eine riesige Tierwelt und viele davon springen unerwartet vor das Auto oder ignorieren Autos vollkommen. Durch extrem lange Wege und permanent hohe Konzentration auf die Straßenränder wird das Fahren in Australien anstregend. Wir haben hier zusammengefasst, was uns für Tiere begegnet sind.

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Warum wir unseren australischen Van an die Königin von England verkauften

Zum ende der Reise muss es leider sein: Den Van können wir nicht mitnehmen, daher muss er verkauft werden. Wir wollen ihn eigentlich gar nicht hergeben, denn er war für ein Jahr und über 50.000 km unser Haus. Ein trauriges Ereignis, dass man versucht hat uns zu betrügen hat es nicht besser gemacht.

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6 Tipps für den Autoverkauf in Australien

Brisbane, MAZDA E2000, Popup Roof, 7500$, verhandelbar. Das war die Überschrift unserer Anzeige zum Verkauf unseres Vans in Brisbane, Australien und außerdem ein Preis der 2500$ höher war als der Einkaufspreis. Haben wir ihn bekommen? ja! Lest hier ein paar Tipps für den Verkauf nach!

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Das Mad Max 2 Museum in Australien

Im Ödland, in dem die legendären Filme gedreht wurden gibt es ein Museum in dem man alles über Mad Max 2 herausfinden kann. Replicas reihen sich dicht an dicht und Fundstücke der originalen Fahrzeuge werden in Vitrinen ausgestellt. Der Eigentümer und Gründer des Museums hat sie selber am 5km entfernten Drehort gefunden.

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Inserat für den Autoverkauf in Australien, ein Beispiel

Das Inserat zum Verkauf unseres Autos anhand eines Beispiels. Kurz vor Verkauf, das heißt ca. 2 Wochen, schalten wir auf bekannten Plattformen Werbung für unser Fahrzeug und preisen es auf der Website Gumtree.com.au mit dem folgenden Text an.

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Bis bald Australien, Hallo Singapur

Unser Flug startet am Dienstag ab Darwin. Am letzten Tag haben wir noch alles organisieren können, das heisst einen Stellplatz für den Van und Arbeit für Julia zu finden. Nun packen wir unsere Sachen für die Abreise mit einem Gefühl, als würden wir in Urlaub fahren.

Julia und die Farm in Humpty Doo

Die Farmen um Darwin liegen ausserhalb. Bis Humpty Doo fahren wir 80km und noch ein bisschen weiter, um an besagter Farm nach Arbeit zu fragen. Dort angekommen sind wir doch überrascht, wie viele Backpacker bereits hier sind. Wir parkten also neben ein paar Zelten und anderen Vans, stiegen aus und trafen den Farmer.

Julias Farm, es sind bereits zahlreiche Backpacker hier

Julias Farm, es sind bereits zahlreiche Backpacker hier

Er war zwar nicht besonders freundlich, schien aber Arbeit zu haben. Also verabredeten wie einen Termin für Julias Arbeitsbeginn und fuhren wieder ein Stück Richtung Darwin, um uns einen ruhigen Platz für die Nacht zu suchen.

Der Tag vor dem Abflug

Unser Campingplatz war nicht weit von der Farm entfernt und früh morgens brachten wir Julia wieder dort hin. Zurück auf der Farm begann sie mit einem Tag Probearbeit. Wir sind hingegen wieder nach Darwin zurück gefahren.

Dort hatten wir nun einiges zu organisieren. Unter anderem mussten wir an der Garage fragen, ob wir unseren Van für ein paar Wochen oder Monate bei ihnen abstellen können. Die ursprünglich aus Deutschland stammenden Besitzer akzeptierten unter der Bedingung, dass sie keine Schäden am Auto übernehmen die in der Zwischenzeit auftreten. Klar.

Wir packen bis spät in die Nacht. Alles mus jetzt fertig werden. Wir dürfen nichts vergessen

Wir packen bis spät in die Nacht. Alles mus jetzt fertig werden. Wir dürfen nichts vergessen

Also war für heute geplant für die weitere Reise einzukaufen und zu packen. Als wir fertig waren, war es bereits tiefe Nacht und wir sind ein letztes Mal zur Farm gefahren um Julia ihre Sachen zu bringen. Dort schliefen bereits alle, also campten wir am Haupteingang vor dem verschlossenen Gate. Julia hatte uns telefonisch nicht erreichen können, da dieser Ort ausserhalb der meißten Mobilfunknetze liegt.

Am Tag des Abflugs

Am Morgen trafen wir Julia und übergaben ihr das verbleibende Gepäck. Anschließend sind wir mal wieder die 80km zurück nach Darwin und zu unserem Stellplatz gefahren. Glücklicherweise ist dieser nicht weit vom Flughafen entfernt; alles scheint zu passen. Mit den Inhabern einigen wir uns darauf als Dankeschön eine Auswahl deutscher Schokolade mitzubringen wenn wir wiederkommen. Danach parken wir den Van auf dem Hof der Werkstatt zwischen ein paar Autos, die sicher nur noch als Ersatzteillager dienen.

Der Van wird auf dem Hof abgestellt. Hier wird er auf uns warten

Der Van wird auf dem Hof abgestellt. Hier wird er auf uns warten

Unseren Zweitschlüssel lassen wir zurück und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Einer der Mechaniker so nett und schlägt uns vor dass er uns mal eben mit dem Auto bringen kann. Dieses super Angebot habe wir natürlich angenommen und waren kurzen Zeit später sehr zeitig am Airport.

Was passieren wird

Also verlassen wir Australien Richtung Asien. Wir werden zurück kommen und mit dem Van noch viele tausend Kilometer fahren. Und wenn wir wieder da sind wird es in Darwin heiss sein wie in einem Backofen. Das haben uns alle hier wohnenden Australier versichert. Wir sind gespannt.

Abflug ab Darwin, NT. Wir fliegen mit JetStar

Abflug ab Darwin, NT. Wir fliegen mit JetStar

Pannenmarathon auf dem Weg nach Darwin

Wir fahren Richtung Darwin, wo wir für Julia Arbeit und Unterkunft finden müssen und für unseren Van einen sicheren Ort an dem er für ein paar Wochen oder Monate stehen kann. Die Notlösung ist die, dass Julia den Van übernimmt, in ihm wohnen kann und einen Abstellplatz sucht, sobald sie weiter reisen möchte. Die Zeit wird knapp, denn es sind nur noch wenige Tage bis zum Flug. Und in dieser kurzen Zeit häufen sich die Pannen.

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Traumstrand von Broome, Western Australia

Wir lassen Port Hedland hinter uns und fahren weiter in Richtung Broome. In Zahlen bedeutet das etwa 1000 km Fahrt. Wir beschränken uns auf eine Geschwindigkeit vom ca. 85 km/h da der Van ansonsten seinen Verbrauch verdoppelt und das zum einen natürlich teurer ist, zum anderen gibt es auf dem Weg aber nicht genügend Tankstellen um bei höherem Verbrauch die Distanzen zu schaffen.

Ankunft in Broome

Er gilt als traumhafter Ort. Er ist ausserdem bekannt für seine Perlen- und Schmuckproduktion. Wir haben uns eine Weile in der Tourist Information herumgetrieben, um alles Details über Broome herauszufinden. Die lebensnotwendigen Supermärkte gibt es hier auch, das heisst wir können unsere Vorräte zu gewohnten Preisen wieder auffüllen.

Ein Tag in Broome

Unser Plan für Broome stand schnell fest. Zunächst im Schmuckgeschäft eine Vorführen besuchen, bei der erklärt wird, wie Perlen hergestellt werden. Anschließend einkaufen und das Internet bei Mc Donalds nutzen. Anschließend zum berühmten Strand.

Schmuckladen in Broome, Produktion von Perlen

Die Show beginnt und während Julia bei Mc Donalds im Internet surft schauen wir uns an, wie Perlen aus Muscheln extrahiert werden. Normalerweise überlebt die Muschel den Prozess – nur glaube ich die Muschel für die Vorführung hatte Pech.

Der Strand in Broome

Wir holten Julia bei Mc Donalds wieder ab. Sie hatte übrigens keinen Erfolg mit der Internetverbindung da im Moment so viele Backpacker das Netz blockieren, dass nichts mehr geht. Wir fahren also ein paar Kilometer bis zum Strand und stellen uns dort zwischen die Vans von zahllosen anderen Backpackern. Beim essen kommen wir schnell ins Gespräch.

Zwei Franzosen die wir schon in Calbarry getroffen haben sind auch hier. Somit waren wir eine große Gruppe und haben den Tage gemeinsam auf dem Parkplatz und am Strand verbracht. Für den Abend wurden wir ausserdem zu einer Party eingeladen, die an dem Tourist Information Schild vor dem Ortseingang statt finden sollte. In der Praxis heisst das: Über zehn Kilometer ausserhalb des Ortes feiern und kostenlos campen, da der Ranger sich für das Gebiet nicht interessiert.

Mobile Disco im Outback

Bereits in der Dunkelheit kommen wir auf dem Platz an. Alles ist ruhig und wir fahren zweimal hin- und her und suchen nach der besagten Party. Alles ist still. Es scheint etwas dazwischen gekommen zu sein, also suchen wir uns zwischen den 20 bis 30 anderen Fahrzeugen einen guten Platz und begeben uns so langsam ins Bett.

Kurze Zeit später werden wir von dem Wummern eines tiefen Basses geweckt. Der Disco-Van der beiden Franzosen zieht ein paar Kreise über den Platz und stellt sich letztlich in einer Ecke zwischen seinen Freunden ab. Im Halbschlaf sehen wir uns an. Einziger Kommentar: „Ich glaube die Party kann jetzt steigen“.

Backpacker verstauen

Wir haben gefeiert bis die Autobatterien leer waren. Genervte Nachbarn wurden ignoriert, der Platz ist schließlich groß genug, um sich etwas weiter weg ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Einer unserer Französischen Freunde hat mit seinem DJ Equipment sogar ziemlich professionell die Tracks abgemischt.

Nach der Feier verzogen wir uns, wie alle anderen auch, zum schlafen in unsere Fahrzeuge. Allerdings sind drei Leute per Anhalter hier rausgefahren und wussten nun nicht wohin. Nach einigem Hin- und Her, Austauschen von Schlafsäcken und umquartieren von Autobesitzern waren die drei auf zwei Vans und einen Kombi verteilt und unsere Mitschläferin für die Nacht hat bereits nach fünf Minuten angefangen zu schnarchen wie ein Sägewerk.

Der Tag danach

Am nächsten Tag sind wir wieder nach Broome gefahren. Die Obdachlosen sind per Anhalter gefahren. In Broome haben wir vollgetankt, den halben Tag am Strand verbracht und schon waren wir wieder auf dem Highway.

Am nächsten Morgen. Auch sympathisch direkt vor dem 'no camping' Schild zu zelten

Am nächsten Morgen. Auch sympathisch direkt vor dem ’no camping‘ Schild zu zelten

Abschied von Wayne, dem Aborigines

Wir sind etwa zehn Tage beim Aboringes Wayne geblieben. In der Zeit haben wir ihm geholfen sein Camp einzurichten und seine technischen Geräte ans laufen gebracht. Im Gegenzug hat er uns eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben, Ausflüge mit uns organisiert und sich um die Verpflegung gekümmert.

Wir beladen den Van. Julia macht ein Nickerchen

Wir beladen den Van. Julia macht ein Nickerchen

Unsere Zeit ist aber begrenzt, da wir in ein paar Tagen in Darwin sein müssen. Wir verbringen also den halben Tag damit in den Van umzuziehen. Anschließend verabschieden wir uns von Wayne und schon sind wir wieder auf der Straße Richtung Norden.

Das nächste Ziel ist Port Hedland. In der Zwischenzeit werden wir kein Internet zu Verfügung haben.

Ein Tag mit Wayne, dem Aborigines

Wayne Stevens, Aboriginal Elder in der Gegend um Tom Price. Ausserdem eine lokale Berühmtheit und zuständig für die Belange der Aborigines im Gebiet um Tom Price. Seit dem Tod seines Vaters ist er nun in dier Rolle des weisen Lehrers geschlüpft. Wir haben riesiges Glück Wayne kennen gelernt zu haben, denn er kennt alle Details über seine Kultur.

Von Gitarrenklängen geweckt

Wayne ist ein Frühaufsteher. Auch wenn wir Aborigines bisher eher als gemütlich kennen gelernt haben, so trifft dies auf Wayne sicher nicht zu. Wenn er eine Idee hat, dann will er sie sofort umsetzen. Und wenn das morgens um 6:00 Uhr ist, dann müssen alle anderen eben geweckt werden.

Bushwalk am Morgen

So wurden wir also zu einem Bushwalk am frühen Morgen zusammengetrommelt. Direkt hinter Waynes Anwesen ist ein zu dieser Jahreszeit trockenes Flussbett das wir bis zu einem kleinen Teich entlanglaufen. Unterwegs erklärt uns Wayne Details über alle möglichen Pflanzen an denen wir vorbeikommen. Sich aborigines Namen merken zu wollen ist sinnlos da die Aussprache so ungewohnt ist, dass man nicht mal ein Wort wiederholen kann ohne sich zu versprechen.

Da bald ein Fest bevorsteht und Aborigines sich hierauf mit traditioneller Dekoration verkleiden arbeitet Wayne gerade an einem Schild, der momentan im Teich, an dem wir sitzen, eingelagert ist. Wird er wieder getrocknet, wird er um so härter sein. Ausserdem wird der Schild mit dem Muster von Waynes Stamm bemalt und identifiziert ihn somit.

Offroad am Mittag

Nach unserer Rückkehr im Camp hatte Wayne direkt die nächste Idee. Einen Ausflug mit uns und seinem Toyota. Um deutlich zu machen, dass er es eilig hat stellte er seinen Toyota direkt neben den Esstisch und lies den Motor laufen. Gestresst sind wir in den Wagen gesprungen und schon ging es wieder los.

Zurück zum Highway, diesen ein paar Kilometer entlang und dann auf eine Gravel Road abgebogen, von der wir dann wiederum in ein Flussbett abgebogen sind. Dem Flussbett sind wir bis zu einem Punkt gefolgt, der für Wayne etwas besonderes sein musste. Und tatsächlich: Nachdem wir ausgestiegen und noch eine Weile gelaufen sind, hat er uns Figuren und Muster gezeigt, die ein einige Steine geritzt wurden. Die Werke seiner Ahnen. Die Bilder können alles mögliche bedeuten, beispielsweise die Markierung einer Wasserstelle.

Wir nickten beeindruckt. Werke wie diese sind die einzigen materiellen Artefakte der alten Kultur der Aborigines. Da sie Nomaden sind und umherziehen haben sie nie größere Werke errichtet oder etwas bleibendes hinterlassen. Das gesamte Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben und entspringt einer mysteriösen, alten Zeit die als Dreamtime bezeichnet wird. Man bekommt nur langsam ein Gefühl für diese Kultur die stets mit Australien verschmolzen ist. Und Wayne ist stolz auf sein Land und seine Vorfahren und das zurecht, haben sie doch ihre Überlebenstaktiken in diesem Lebensfeindlichen Land perfektioniert.

Der Rest vom Tag

Wir gehen zum Auto zurück und fahren zurück auf den Highway und in Waynes Camp. Für heute sind die Ausflüge beendet. Wir machen uns gemeinsam etwas zu Essen auf dem BBQ und setzen uns am späten Abend in der Dunkelheit gemeinsam ans Lagerfeuer und Wayne spielt auf seiner Gitarre ein paar seiner Lieblingslieder für uns.

Abends am Lagerfeuer, wir lauschen Wayne's Gitarrenspiel

Abends am Lagerfeuer, wir lauschen Wayne’s Gitarrenspiel

Ein gelungener Tag würde ich sagen.