W&T Bericht: Nach dem Abi nach Kanada

Willkommen zu unserer Reihe von Work & Travel Erfahrungsberichten von Reisenden die im Ausland unterwegs waren und jetzt ihre Geschichte mit uns teilen wollen! Der heutige Bericht kommt von Nico, 24 Jahre, aus Oldenburg der nach dem Abi ein Jahr in Kanada unterwegs war.

Nico’s Geschichte

Nico hat uns seine Geschichte über unseren Work&Travel Feedback Fragebogen zukommen lassen. Wenn du auch bereits zum W&T im Ausland warst bist du herzlich eingeladen auch deine Geschichte zu teilen. du findest den Fragebogen hier

Wie lange warst du im Ausland?

Bis zu einem Jahr.

In welcher Lebensphase warst du unterwegs?

Ich war nach dem Abitur dort unterwegs.

Warum hast du dich für ein W&T Jahr entschieden?

Für mich stand schon während des Abiturs fest, dass ich immer mal für eine längere Zeit ins Ausland wollte. Australien und Neuseeland, die Klassiker bei den W&T-lern waren für mich keine Alternative weil dort gefühlt jeder hin ging. In Kanada war ich vorher schon öfter zum Urlaub und aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden dort hin zu gehen. Work & Travel schien für mich dabei die beste Wahl zu sein, da man dort super flexibel ist und sein Jahr quasi komplett selbst gestalten kann.

Bist du viel gereist, wenn ja wie warst du unterwegs?

Ich habe oft kleinere Ausflüge unternommen wenn ich fest angestellt war, wie z.B. Hundeschlitten fahren oder wandern. Wenn ich längere Zeit frei hatte, bin ich meist mit dem Greyhound (Busunternehmen) durch Kanada gereist, weil es für mich die günstigste Möglichkeit war und ich meist alleine unterwegs gewesen bin. Über das Jahr gesehen habe ich ca 10 Monate gearbeitet und war 2 Monate auf Reisen.

Hast du gearbeitet, wenn ja was und wie hast du deine Jobs gefunden?

Arbeit gehört natürlich auch zu einem richtigen Work & Travel Programm dazu. Meinen allerersten Job habe ich über eine Zeitungsannonce gefunden, nämlich als Sperrmüllfahrer. Diesen super Job habe ich allerdings ganze 8 Stunden durchgehalten nachdem ich für mich gesagt habe, dass das nichts für mich ist 😀

Meinen zweiten Job habe ich gefunden, indem ich einfach mal im Supermarkt vorbei geschaut und gefragt habe, ob sie denn eine Position offen hätten. Ich habe dort dann als „Cashier Assistant“ gearbeitet. Dort habe ich die Waren, die durch den Scanner gelaufen sind, in Boxen eingepackt, so wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Irgendwann wurde ich „befördert“ und habe im hauseigenen Reifenshop gearbeitet wo ich Reifen gewechselt habe.

Meinen letzten und besten Job hatte ich im Skigebiet Sunshine Village in Banff als Housekeeper (d.h. Hotelzimmer putzen und co) ergattert. Den habe ich online über deren Webseite gefunden und habe mich da ganz einfach beworben und auch relativ fix Rückmeldung bekommen.

Mein Tipp für die Jobsuche: überall seine Ohren und Augen offen halten und lieber ein mal zu viel bewerben als ein mal zu wenig 😉

Was ist deine schönste Erinnerung an deine Reise?

Die schönste Erinnerung ist das ganze Jahr an sich. Man hat so viele Leute kennengelernt, so viele Eindrücke gesammelt und einfach unheimlich viel über sich selbst gelernt. Wenn ich wählen müsste würde ich die Zeit im Skigebiet als allerschönste Erinnerung wählen. Einfach die Atmosphäre da oben in ca. 1500m Höhe zu leben und zu arbeiten hatte schon was ganz besonderes!

Was waren die schwierigsten Erlebnisse auf deiner Reise?

Die schwierigsten Erlebnisse waren die Zeiten in denen man sonst mit Familie oder Freunde zusammen war wie z.B. Geburtstage, Weihnachten und Silvester. Gerade in den Zeiten ist es einfach wichtig sich mit Freunden in dem Land zu unterhalten und genug Ablenkungen zu finden.

Mit wieviel Geld bist du gestartet und wie bist du damit klar gekommen?

Ich bin mit etwa 1500€ gestartet und das war wirklich das absolute Minimum. Ich würde keinem empfehlen mit so wenig Geld loszufahren, da dies einen dazu „zwingt“ relativ schnell einen Job zu finden.

Manches mal kann es sein, dass es deutlich länger dauert einen Job zu finden als man sich vorstellt. Deswegen ist es um so wichtiger mit genügend Geld zu starten. Lieber noch ein wenig länger hier in Deutschland bleiben und arbeiten, um dann mit genug Kapital zu starten.

Welches ist deine absoluter Lieblingsort?

Mein absoluter Lieblingsort ist Banff. Es hat so viele schöne Ecken wie den Johnston Canyon, die umliegenden Skigebiete und noch vieles mehr! Es gibt dort sehr viel zu entdecken! 🙂

Hast du neue Sachen ausprobiert?

Ich hab viel neues probiert in meiner Zeit dort. Habe einen Bungee Jump gemacht in Whistler, war auf Hawaii Tauchen und Schnorcheln und habe sogar ausprobiert zu Surfen. Snowboarding habe ich im Skigebiet nicht neu ausprobiert sondern eher verbessert 😛

Was machst du nun nach deiner Reise?

Nach meiner Reise (die nun schon 5 Jahre her ist :-O) studiere ich Wirtschaftsingenieur Geoinformation an der Hochschule in Oldenburg. 2011-2012 war ich in Kanada und ich habe bisher immer kleine Reisen unternommen um mein Fernweh zu stillen.

Was hast du auf der Reise für dich oder über dich gelernt?

Dass man einfach seine Träume leben sollte und sich nicht davon abhalten lassen sollte, was andere sagen was gut ist oder was nicht gut ist. Seid offen für neues und nutzt die Zeit einfach mal raus zu kommen! 🙂

Was wünscht du dem Leser?

Viele neue Eindrücke, neue Freunde fürs Leben und ein schönes Jahr in dem Land deiner Träume!

Danke, Nico, dass du dir die Zeit genommen hast unseren Fragebogen zu beantworten.

Mehr über Nico und unsere W&T Berichte

Erfahre mehr über Nico. Besuche ihn bei Instagram oder bei Youtube Du kannst natürlich auch von deiner eigenen Geschichte erzählen, da würden wir uns sehr drüber freuen! Fülle einfach den Fragebogen aus und wir nehmen dich auf!

Bleib dran, per Newsletter!

Artikel wie diesen direkt in Dein Postfach! Wenn Du fragen hast schick mir eine Mail! Das geht per Newsletter, meld‘ Dich gleich hier an!

Was ist Deine Meinung zu dem Thema? Lass mir eine Nachricht da!