#21 – Von Calgary bis Yellowstone NP (Shownotes)

Mein Road Trip startete in Alberta, Kanada. Motiviert durch die Tatsache, dass ich mein Auto zum Verkauf nach Quebec zurück fahren wollte und ich durch meinen Trip im vorherigen Jahr komplett für längerfristige Touren ausgerüstet war, plante ich meinen Trip. Die grobe Strecke war schnell geplant: Calgary » Los Angeles » Houston » Miami » New York City » Montreal.

Ausgangsort: Banff in Alberta, Kanada

1. Videobeitrag

Dieses Video ist am 17. Mai bei Youtube als Folge von Staffel #3 – USA (Der Westen) erschienen.

In meinem Youtube Kanal gibt es noch andere interessante Videos. Ich würde mich natürlich freuen, wenn Du hier vorbeischaust!

2. Vorbereitungen

Hier schildere ich meine Vorbereitungen für diesen Road Trip. Ich betone das, weil ich manche Dinge etwas anders angegangen bin als man es üblicherweise tun würde. Ich bin in der glücklichen Lage für diesem Trip ein eigenes Auto zu besitzen, dass ich in Kanada gekauft habe. Die Organisation eines Vehikels fällt für mich also weg.

2.1 Kosten und Mitreisende

Die größten Kosten auf einem Road Trip sind Kosten für Benzin. Da ich den Trip alleine starte muss ich auch alleine bezahlen. Um die Kosten zu senken suche ich mir also vor Beginn der Reise Mitfahrer und finde letztlich Jan und Caren, die bis San Francisco mitreisen. Zum Zeitpunkt des Artikels habe ich ausschließlich in der zu dieser Zeit aktuellen Facebook Gruppe Work & Travel Kanad 15/16 erfolgreich eine Anfrage nach Mitfahrern veröffentlicht. Meine Reise startet in Banff und auf halbem Weg zu Grenze sammle ich beide ein.

Der erste Staat einer langen Liste von Staaten die besucht werden

Der erste Staat einer langen Liste von Staaten die besucht werden: Idaho

Um vor einem Trip eine Vorstellung über Preise zu bekommen gibt es die Website Gas Buddy. Eine Gas Heat Map zeigt für die USA sehr übersichtlich welche Preisklasse für welche Region zu erwarten ist.

Heatmap von Gas Buddy

Heatmap von Gas Buddy

Benzin wird übrigens grundsätzlich als Gas bezeichnet.

2.2 B1/B2 Visum für die USA

Um länger als 3 Monate (90 Tage) im Land bleiben zu dürfen habe ich vorab das B1/B2 Touristen Visum beantragt, was rund 160$ kostet. Da ich in Kanada, in der Nähe von Banff gewohnt habe war die Botschaft in Calgary der Platz wo ich mein Visum erhalten habe. Grob war wird man hier den Prozess online starten, einen Termin zum Vorsprechen bei der Botschaft vereinbaren und diesen Termin entsprechend wahrnehmen. Bei dem Termin stellt sich heraus ob man ein Visum bekommt und man muss seinen Reisepass abgeben und darf ihn ca. eine Woche später bei einem Spediteur wieder abholen.

2.3 Reiseführer und Kartenmaterial

Mein zentraler Reiseführer war der Lonely Planet Discover USA. Dieser eher untypische Lonely Planet ist reich an Bildern, konzentriert sich mehr auf die Sehenswürdigkeiten als übliche Lonely Planets und enthält alle wichtigen Ziele nach Region organisiert.

Reiseführer: Die Discover Reihe des Lonely Planets bezieht im Wesentlichen auf Sehenswürdigkeiten und enthält mehr Bilder. Informationen über Unterkünfte oder wo man essen gehen sollte sind kurz oder fehlen ganz. Außerdem werden nur die folgenden Gebiete abgedeckt: The Pacific Northwest, California, The Grand Canyon & the Southwest, New Orleans & the South, Chicago, Boston & New England, Washington D.C., New York City, Florida. Für den groben Überblick ist dieser Reiseführer optimal (bei Amazon).

Landkarte: Extrem wichtig auf einem Road Trip ist eine kompakte Landkarte. Vor der Reise kann man hier alle potenziellen Ziele einzeichnen und während der Reise erleichtert sie die Navigation ungemein. Die Reise Know-How Landkarte der USA ist eine der besten Karten die Amazon zu bieten hat (bei Amazon). Meine laminierte Karte habe ich übrigens vor Ort an einer Tankstelle gekauft.

Sämtliche weiterführende Information habe ich mir im Internet oder bei den vielen Tourist Informations organisiert.

2.4 Krankenversicherung

Ich war bereits ein Jahr in Kanada und für die USA führe ich meine Reisekrankenversicherung bei der Hanse Merkur weiter. Die Versicherung habe ich übrigens am letzten Tag bevor ich Deutschland verlassen habe abgeschlossen und kostet mich aktuell 156€ pro Monat aufgrund meines Alters und des USA/Kanada Zusatzes.

Wer günstiger wegkommen will sollte über eine Versicherung bei der ADAC nachdenken. Pro Versicherungsfall müssen allerdings 50€ Selbstbeteiligung geleistet werden.

Für kurze Reisen greift üblicherweise eine Jahresversicherung, die Auslandsaufenthalte um 6 Wochen abdecken. Diese kosten normalerweise nur rund 10€ pro Jahr.

2.5 Ein Wort zu meinem Fahrzeug

Im diesem Bereich bin ich etwas ausgefallen. Ich habe ein kanadisches Auto im Osten gekauft und starte meinen Trip im Westen. mein grober Plan ist am Ende im Osten anzukommen und mein Auto zu verkaufen. Da ich bereits in Kanada ein halbes Jahr gereist bin und mein Auto voll zum Campen ausgerüstet ist, musste ich mir um ein Auto keine Gedanken machen.

  • Mein Auto mit hölzernem, selbst gebautem Bett: So baust Du ein Bett in Dein Auto ein
  • Einen kurzen Erfahrungsbericht wie ich mein Auto fand: Backpackerwagen in Kanada finden, ein Erfahrungsbericht

Die häufigste Alternative ist sicherlich einen Wagen zu leihen. Unterwegs traf ich aber auch einige Leute, die ihren deutschen Camper in die USA verschifft haben und ihren Road Trip mit dem eigenen Fahrzeug von Übersee machen. Die Preise für das Verschiffen sind zwar erheblich, für langfristiges Reisen ist dies aber doch wesentlich billiger als ein Vehikel zu leihen.

1.6 Musik für unterwegs

Ich habe meine gesamte Musiksammlung durch gehört. Mehrmals. Sogar Songs die ich normalerweise nicht anhöre liefen Regelmäßig durch. Eine umfangreiche Sammlung Musik, Hörbücher oder vielleicht sogar Sprachschulen sollten auf jeden Fall mit.

3. Die Grenze zu den vereinigten Staaten

Jeder weiß, dass man an der Grenze zu den USA nicht gerade willkommen geheißen wird. Wir sind zu dritt. Caren ist Kanadierin, Jan als deutscher Tourist in Kanada und möchte mit seinem ESTA in die Staaten und ich habe ein Working Holiday Visum das an diesem Tag abläuft und ein B1/B2 Touristen Visum für die USA.

Ein Parkbucht unmittelbar am Highway, hier campen wir

Ein Parkbucht unmittelbar am Highway, hier campen wir

Der Aufenthalt an der Grenze hat vermutlich 1,5 Stunden gedauert. Wir wurden nach unseren Absichten und finanziellen Mitteln gefragt. Außerdem wurde das Auto durchsucht und meine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt, da ich angegeben habe keine verderblichen Lebensmittel mitzuführen und ein Ei gefunden wurde. Trotzdem wurde Jan letztlich für 3 Monate und ich für 6 Monate ins Land gelassen. Caren durfte auch ins Land jedoch weiß nicht wie lange.

4. Glacier National Park

Als einer der weniger bekannten National Parks haben wir diesen Park nicht zielstrebig angesteuert sondern ihn unterwegs mitgenommen. Um in den Park zu dürfen haben wir uns direkt den Parks USA Pass gekauft, den man an jedem Parkeingang kaufen kann. Für 80$ gilt dieser Pass ein Jahr lang und ist für alle National Parks in ganz USA gültig. Im Park wollten wir den Highway durch das Zentrum des Park abfahren, mussten aber Saisonbedingt auf halben weg umkehren, da die Straße wegen Schnee gesperrt war. Im Park haben wir lediglich die Highlights entlang der Straße angesehen und keine Wanderungen gemacht.

Eingangsschild zum Glacier National Park

Eingangsschild zum Glacier National Park

5. Yellowstone National Park

Unser Weg zum Park ist durch wildes Campen dominiert. Zum Yellowstone National Park gab es weites, offenes Gelände das sich nicht zum wilden Campen anbot. Gezwungenermaßen haben wir an Haltebuchten direkt am Highway über Nacht gehalten. Geeignet sind diese Orte nicht so sehr, jedoch kamen wir nicht in Probleme. Lediglich am Westeingang wurden wir morgens um 4:00 Uhr unfreundlich darauf hingewiesen, dass wir unsere Zelte abbauen sollten und den Platz verlassen sollten. Es blieb stets bei Aufforderungen, Strafen gab es nicht.

Lage des Yellowstone National Parks in den USA

Der Park selber überzeugt durch seine vulkanische Aktivität. Dampfende Gewässer, blubbernde Schlammgruben und bunt gefärbte Böden sind die hauptsächlich Attraktion im Park. Die Hauptattraktion, der Old Faithful, bricht so regelmäßig aus dass man die Uhr danach stellen kann und tatsächlich wird im Besucherzentrum eine Prognose gegeben wann der Geysir wieder ausbrechen wird.

Beim offiziellen Campen im Park mussten wir feststellen, dass selbst zu dieser Nebensaison die Campingplätze größtenteils ausgebucht sind. Es gibt aber einen Platz der keine Reservierungen entgegen nimmt sonder nur Walk Ins (Camping ohne Reservierung) akzeptiert. Hier fanden wir noch einen Platz.

Willst Du mehr wissen?

  • Was brauchst Du zum Vloggen, meine Ausrüstung (zum Artikel)
  • Erfahrungsbericht über Grenzüberquerungen in die USA (zum Artikel)
  • Lonely Planet Discover USA, Reiseführer (englisch, bei Amazon)
  • Marco Polo USA, Landkarte (deutsch, bei Amazon)

Über den Autor

photo_2Hi, ich bin Markus. Auf vier Kontinenten habe ich mein Fernweh gestillt und unterwegs meine Freude am Vlogging entdeckt. Alle meine gesammelten Erfahrung vermittel ich Dir in meinem Blog Wander Dude.

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