Mein letzter Tag

Ich mache einen kleinen Schnitt und springe mit meinen Erzählungen in die Gegenwart. Wir leben in spannenden Zeiten, wenn wir sie denn spannend machen. Ich versuche zumindest meine Zeit so spannend wie möglich zu gestalten und daher läuft ab morgen meine letzte Woche in Deutschland ab.

Mein letzter Arbeitstag

Heute ist der 31. März 2014, der Tag an dem mein Arbeitsverhältnis endet und ich dachte da ich nun den Kopf frei habe kann ich mich auf meine Vorbereitungen konzentrieren. Aber meinem Gewissen schmeckt das gar nicht und fragt mich ständig nur: Wäre es nicht besser einen Job mit regelmäßigem Einkommen zu haben? Du hast hier so viele Freunde und Verwandte, wie wirst du ohne sie zurecht kommen? Und überhaupt, wozu machst du das?

Kuchen von meinen Freunden. Danke Urs, Anna und Lia!

Kuchen von meinen Freunden. Danke Urs, Anna und Lia!

Viele Fragen und wenn ich eine beantworten kann stellt mein Gewissen eine neue. Es ist ziemlich gut darin mir Angst zu machen oder zumindest Sorgen zu bereiten. Und so habe ich heute mit einem schweren Stein im Magen die Runde bei meinen Kollegen gemacht und überall wohlwollende Wünsche erhalten. Ich mag meine Kollegen sehr. Ich werde sie vermissen. Von einem festen Einkommen mal völlig abgesehen.

Niemand hat gesagt, dass Freiheit ohne einen Preis kommt.

Schon nach 18 Uhr bin ich noch über den leeren Flur geschlendert und habe mich noch kurz mit einem der letzten noch anwesenden Kollegen unterhalten bis er auch den Platz geräumt hat. So habe ich das Gebäude als Letzter verlassen. Überstunden gesammelt. Fein. Mit einer großen Tasche voller Bücher und privaten Sachen mache ich mich auf den Heimweg. Dort gibt es noch genug zu tun.

Und wieder fängt mein Gewissen an mir Fragen zu stellen. Ich ignoriere es, setze Kopfhörer auf und wähle auf meinem iPod Road to Nowhere.

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2 Gedanken zu „Mein letzter Tag

    • Es war ja klar dass der Tag kommt. Nur fühlt es sich anders als erwartet an, wenn man erstmal in der Situation ist.

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