Neufundland. Rauh, groß und schön. Ich liebe es!

Neufundland kommt mir vor wie eines im hintersten Winkel der Welt vergessenes Stück der Welt. Hier ist die Zeit in den späten 60ern stehen geblieben und durch die raue Landschaft finden wir unseren Weg über den Highway von einem verschlafenen Fischerdörfchen zum nächsten.

Der erste Eindruck von Neufundland direkt nach dem Anlegen

Der erste Eindruck von Neufundland direkt nach dem Anlegen

Über Port aux Basque betreten wir von der Fähre aus Neufundland. Erst vor einer Woche ist eine Fähre im Eis stecken geblieben und die eigentlich nur 6 Stunden dauernde Überfahrt hat sich über mehrere Tage ausgedehnt. Dies und eine Tagestemperatur um 5°C machen uns klar, dass der Winter hier eben erst vorbei ist. Mit der richtigen Ausrüstung wird es bleibt es beim Camping aber trotzdem warm und so schlafen wir die erste Nacht in Corner Brook im Auto.

Der Highway

Der endlose Trans-Canada-Highway zieht sich vom Hafen in Port aux Basque durch das ganze Land bis Saint John’s an der Ostküste. Abschnitte der Straße sind durch die krassen Winter nahezu zerfetzt und Schlaglöcher sind besser zu vermeiden, will man sich nicht die Achse brechen. Wir fahren jeden Tag mehrere Stunden um von einem Ort zum nächsten, oder in die Nationalparks zu gelangen. Ob man Lust hat zu fahren steht gar nicht zur Debatte. Wir fahren. Jeden Tag ungefähr den halben Tag.

Der Viking Trail

Der Highway mit dem martialischen Namen endet im Norden dort, wo vor 1000 Jahren die Wikinger gelandet sind – 500 Jahre bevor Kolumbus seinen Fuß auf Amerika gesetzt hat. Nur war Kolumbus so clever in den Urlaubsgebieten und nicht im eisigen Norden zu landen. Deshalb huldigen die Pauschaltouristen ihn heutzutage und nicht die Wikinger. Wie dem auch sei, wir fahren den Viking Trail nur bis in den Gros Morne National Park wo wir campen, einen toten Wal sehen, ein paar Wanderungen machen und in den Tablelands auf einen Berg steigen. Was die Tablelands auszeichnet ist, sind optisch vollkommen platte Gipfel und geologisch die Tatsache, dass sie überhaupt oberirdisch existieren. Üblicherweise finden sich solche Formationen weit unter der Erdoberfläche.

Oben auf den Tablelands im Gros-Morne-Nationalpark liegt noch Schnee

Oben auf den Tablelands im Gros-Morne-Nationalpark liegt noch Schnee

Mit dem Park endet auch unsere Fahrt in den Norden und wir suchen uns ein Hostel auf dem Weg nach Twillingate denn für morgen steht eine Eisbergtour auf dem Programm. Awesome!

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