Couchsurfing auf einer Yacht, so sieht es aus

Hier möchte ich kurz die Lebensmittelpunkte der Yacht vorstellen. Also die Orte an denen ich mich täglich aufhalte, wenn ich an Bord des Bootes bin. Die Yacht verfügt über acht mögliche Schlafplätze. Dabei ist der letzte allerdings die Couch am Esstisch. Der Skipper ist früher mit dieser Anzahl Leute gesegelt aber Aufwand, Stress und die hohe Verantwortung für die Crew haben ihn davon abgebracht. Daher segeln wir nun zu zweit.

Mein Unterkunft an Bord, die Koje

Es ist ein sehr kleiner Raum, in dem aber ein einladend großes Bett steht und es gibt hinreichend Fussboden um eine Tür nach innen zu öffnen. Fenster gibt es zwar auch, können jedoch aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden. Somit wird es hier im karibischen Klima tagsüber sehr heiss in diesem Raum. Nachts kühlt es auf eine angenehme Temperatur runter, allerdings ist es draussen die ganze Nacht warm genug um im Cockpit unter freiem Himmel zu schlafen. Aus diesem Grund horte ich meine Eigentümer in der Koje auf dem Bett und schlafe jede nach unter freiem Himmel.

Meine Koje. Genug Platz um alles zu verstauen

Meine Koje. Genug Platz um alles zu verstauen

Wohnbereich und Küche

Der Esstisch bietet, wenn man eng zusammen rückt, sieben Leuten Platz. Da wir nur zwei Leute sind haben wir allerdings keinerlei Platzprobleme. Ein schmaler Flur trennt den Esstisch von der Kochniesche. In dieser Küche gibt es ein Waschbecken dessen Wasserzufuhr per Fusspumpe gesteuert wird und zwei Herdplatten die mit Spiritus befeuert werden. Das ist völlig hinreichend für die Zubereitung von Nudeln oder gebratenen Kartoffeln. Hinter der Arbeitsplatte ist ein Küchenschrank hinter dessen Schiebetüren sämtliches Geschirr und eine paar Vorräte gelagert werden.

Die Küche auf der Yacht. Selbstverständlich glänzt alles ;)

Die Küche auf der Yacht. Selbstverständlich glänzt alles 😉

Das kleine Badezimmer

Das Badezimmer ist kompakt und bietet gerade so viel Raum wie gerade notwendig. Es gibt einige Schränke in denen sich sämtliche Waschsachen verstauen lassen. Das Waschbecken wird ebenfalls mit einer Fusspumpe betrieben und das Wasser hierfür kommt aus dem schiffseigenen Wassertank. Es kann auch eine elektrische Pumpe eingeschaltet werden, so dass permanent Druck auf dem Wasserhahn anliegt. Das war für uns aber unnötig. Logischerweise gibt es nur kaltes Wasser.

Das Waschbecken im Badezimmer. Wasser kommt per Fusspumpe

Das Waschbecken im Badezimmer. Wasser kommt per Fusspumpe

Die Toilette wird mit Meerwasser ausgespült, das per Handpumpe direkt von aussen in die Schüssel und anschließend wieder nach draussen geleitet wird. Weil der Kreislauf so eng am Meer arbeitet sollte die Toilette vor dem Badegang möglichst eine Zeit nicht benutzt werden. Verrichtet man nun also auf dem Lokus sein Geschäft, so ist es wichtig permanent zu spülen um Verstopfungen zu vermeiden. Um diese nämlich zu beseitigen muss die Pumpe geöffnet werden und das sollte stets vermieden werden.

Die Toilette mit Handpumpe. Während des Geschäfts sollte stets gepumpt werden

Die Toilette mit Handpumpe. Während des Geschäfts sollte stets gepumpt werden

Navigationsplatz und Kartentisch

Am Kartentisch sind sämtliche Geräte aufgereiht, die für die Navigation notwendig sind plus für den aktuellen Bedarf des Skippers alle möglichen Werkzeuge. Hier findet sich ein GPS, ein Echolot und ein Radargerät. Die ganzen Geräte nehmen dem Skipper heutzutage viel an Arbeit ab. Besonders das GPS ist extrem wertvoll, da bei schlechter Sicht und küstennähe ansonsten mit dem Echolot eine Tiefenlinie gefunden werden müsste und  diese Richtung Hafen abgesegelt werden müsste. Die Richtung, in der die Insel liegt lässt sich dann mit dem Radar feststellen. Heutzutage reicht allerdings schon ein Blick aufs GPS und die Position ist bekannt.

Navigationszentrale mit Kartentisch

Navigationszentrale mit Kartentisch

Dies sind die wichtigsten Orte auf dem Schiff. Tatsächlich gibt es auch nicht viel mehr als das. Bedenkt man doch, dass es sich um ein 13 Meter langes Vehikel handelt ist ja auch nur beschränkt Platz verfügbar. Der verfügbare Platz wird allerdings vollständig genutzt. Der Motor befindet sich übrigens unter dem Fussboden, werden die Bretter also entfernt geben sie den Blick auf alle Maschinen preis.

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2 Gedanken zu „Couchsurfing auf einer Yacht, so sieht es aus

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