Backpackerwagen in Kanada finden, ein Erfahrungsbericht

Where’s your car dude? Als ich am 6 Mai in Kanada gelandet bin habe ich sämtliche Informationen die ich für einen Autokauf benötige zusammenzutragen. Es war eher frustrierend als erfreulich, denn die Informationen deuteten darauf hin, dass es sehr kompliziert und sehr teuer wird. Aber am Ende lief alles zu meiner Zufriedenheit.

In einem Land wie Kanada möchte ich mobil sein. Parks, Küsten, Berg und Städte sind per Auto einfacher zu erreichen als ohne. Die Distanz sein enorm und Busreisen sind unflexibel und wer schonmal zwölf Stunden in einem Bus saß weiss was eine Busreise noch alles ist. Bei Ankunft in Toronto wollte ich als erstes nur wissen wo ich günstig ein Auto kaufen kann. Weil ich nur das Internet, etwas zu Essen und einen Schlafplatz benötigt habe blieb ich im Airport.

Die wesentliche Information

Das wesentliche zusammenfassend wurde mir klar, dass der Kauf eines Autos in Toronto die schlechteste Möglichkeit überhaupt war. In British Columbia beispielsweise gilt der Autokauf als einfacher und billiger, da es nur eine Versicherung gibt die von der Regierung verwaltet wird und nicht viel kostet. British Columbia liegt aber am anderen Ende von Kanada, So kam ich also auf Quebéc, Montreal. Mit Tobi, meinem Reisebuddy, bin ich nach kurzen Aufenthalt in Toronto sofort nach Montreal gereist und wir haben zusammen nach Vehikeln gesucht.

Vertraue keinem Verkäufer

Der erste Kontakt bot einen Ford Freestar an. Ein Caravan in großartigem Zustand der unter der Motorhaube geglänzt und gefunkelt hat und dessen Inneneinrichtung strahlend sauber war. Leider hat sein Motor in den höheren Drehzahl fürchterlich angefangen zu Stottern was der eine Verkäufer als Drehzahlbeschränkung und der andere als völlig unproblematisch verteidigt hat. Ein Mechaniker, den wir später trafen, hat den gleichen Wagen nur noch als Ersatzteillager auf dem Hof und uns eindringlich abgeraten. Ausserdem hat er uns bei der Beschreibung des Motorproblems einen baldigen Motorschaden prophezeit. Der Ford Freestar hatte sich also erledigt.

Der zweite Kontakt hatte zwei Caravans auf seinem Hof, war Inder und sein Büro hatte einen unauffälligen Schreibtisch der wunderbar zu dem ganzen sonst noch so rumstehenden Kram passte. Nachdem wir beide Autos Probegefahren sind und ihn nach Problemen gefragt haben versicherte er uns dass sie in top Zustand seien und wir ihm vertrauen können. Wir müssen ihm sogar vertrauen, schließlich ist er Muslim und nur Christen sind Lügner. Vor allem der Mechaniker auf der anderen Straßenseite. Er redete sich noch ein bisschen in Rage und wir kommunizierten unseren Abgang bereits per Blickkontakt, um Blutvergießen möglichst zu vermeiden. Diese beiden Autos waren somit ebenfalls erledigt.

Andre und sein Chevy

Tobi hat parallel Kontakt mit Andre gehalten, der bei Facebook seinen Chevy zum Verkauf angepriesen hat. Ein Chevrolet Venture in weiss. Am abend waren wir verabredet und haben seinen Wagen inspiziert und eine Probefahrt gemacht. Am nächsten Tag waren wir für die Übergabe verabredet, ich habe sein Auto bezahlt und er war beim Ummelden und Versichern behilflich.

Mein neuer Wagen. Ein Chevrolet Venture

Mein neuer Wagen. Ein Chevrolet Venture

Am Schluss hat die in Ontario gefürchtete Versicherung in Quebéc ganze 260$ gekostet. Der Entschluss nach Montreal zu gehen war also vollkommen richtig und der Autokauf ging problemlos an nur einem Nachmittag über die Bühne.

Wir haben noch keine Ordnung im Auto. Darum kümmern wir uns noch

Wir haben noch keine Ordnung im Auto. Darum kümmern wir uns noch

Und was kommt als Nächstes?

Unser Ziel liegt im Osten. Wir fahren dort hin, campen in Städten, an Flüssen und in Parks. Endlich sind wir flexibel.

Anmerkung: Diesen Artikel habe ich in kürzester Zeit bei Mc Donalds zusammengehauen und mich aufs wesentliche beschränkt. Aber diese Information wollte ich mal schnell raushauen 😉 Rechtschreibfehler und mangelhafte Witze bitte ich zu entschuldigen. hehe

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5 Gedanken zu „Backpackerwagen in Kanada finden, ein Erfahrungsbericht

  1. Dude, seems like u finally got your ride. Congrats. May it bring you everywhere you want. U need to come up with more pics.

  2. Pingback: Ein Road Trip durch die USA #1 – Vorbereitung und Grenzüberquerung | WanderDu.de

  3. Hey Markus, wir sind gerade in New York und haben das gleiche oder ähnliche Problem wie ihr in Toronto.. wir haben uns kurzer Hand dazu entschieden in Montreal unser Glück zu probieren. Ich würde dir gerne ein paar genauere fragen zum Auto Kauf stellen 🙂

    Musstet ihr eine kanadische Adresse angeben?
    Musstet ihr euren Führerschein in einen kanadischen umtauschen?
    Sind die 260€ für die Versicherung monatlich gemeint?
    Auf welchen Internet Seiten und auch begriffen (kijiji / Ford e 150…) kann man denn noch suchen?
    Wie seid ihr an einen vertrauenswürdigen Mechaniker gekommen und wie teuer war die Inspektion?

    Viele liebe Grüße!

    • Hi, tut mir leid, wenn die Antwort etwas verspätet kommt. Also die kanadische Adresse war notwendig den Führerschein habe ich aber nicht umgetauscht. 260$ war die Versicherung für ein ganzes Jahr bei Desjardiens, die sieht aber vor, dass man in der Provinz bleibt. Ist also die Frage ob diese Versicherung geeignet ist. Kijiji und Craigslist sind geeignete Quellen aber ich habe mein Auto bei Facebook gefunden. Ansonsten natürlich auch der örtliche Händler. Einen vertrauenswürdigen Mechaniker habe ich nicht getroffen, tut mir leid. Das war alles mehr Vertrauen in der Verkäufer und geringfügige Ahnung des Autos. Auffällige Dinge sieht man, Flüssigkeiten oder Rost sollte nicht direkt ins Auge stechen.

      Viel Erfolg beim Kauf! 🙂

      Übrigens ist Toronto die teuerste Provinz, um ein Auto zu finden. Im empfehle auf jeden Fall nach Quebec weiter zu ziehen. 🙂

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