8 Tage auf dem Yukon River

Das Großartige daran, mit anderen Reisenden unterwegs zu sein, abgesehen davon dass man nicht alleine ist, ist dass häufig wirklich gute Ideen aufkommen und man Aktivitäten starten kann die alleine schwierig oder unmöglich sind. So haben Simon und Alisa mich gefragt, ob ich bei einer acht tätigen Tour über den Yukon River dabei sein möchte. Zwei Minuten überlegen … ja klar!

Whitehorse nach Carmacks. Der Yukon schlängelt sich durch Lake Laberge

Die Tour wird in Whitehorse starten und in Carmack enden. Für die 180 km haben wir 8 Tage Zeit, können das Kanu in Carmack abgeben und per Anhalter zurück fahren. Ein guter Plan, es ist zwar Regen vorhergesagt, da wir dem Wetterbericht aber nicht vertrauen melden wir uns für die Tour an.

Den rechtlichen Tag haben wir uns die das Fest in Whitehorse um Canadian Day angesehen und am Abend mit zwei weiteren Freunden von Simon und Alisa bis in die Nach Volleyball gespielt. An diesem seltsamen Ort dauert der Sonnenuntergang ewig und so haben wir erst nach Mitternacht den Platz verlassen.

Am Tag der Abreise bekamen wir ein Kanu, Paddel, Schwimmwesten und ein Fass für unser Essen als Schutz gegen Bären gestellt. Eine wasserdichte Tasche haben wir zur Sicherheit zusätzlich geliehen, zum Verstauen der Schlafsäcke.

Hier ein kurzer Abriss der einzelnen Tage:

Tag #1

Wie haben die letzten Gegenstaende eingekauft. Darunter eine Axt, Mueckenspray, Brot, Aepfel und eine Karte vom Yukon River ohne die man aufgeschmissen waere. Anschliessend haben wir das Kanu bepackt, unsere Autos am Walmart geparkt, sind zum Fluss gelaufen und haben unser Abenteuer gestartet.

Entspannt Fahrt auf dem Yukon

Entspannt Fahrt auf dem Yukon

Am ersten vermeintlichen Anlegeplatz standen Bereits Zelte. Kurze Inspektion des Platzes wurde mit „Ey, warum weckt ihr uns?“ begruesst. Zwei Deutsche mit einer Aussprache wie Udo Lindenberg wurden von uns anscheinend aus dem Schlaf gerissen.

Jemand der sich als 'Old Ben' vorstellt springt aus dem Gebüsch und gibt uns eine Karte des Flusses. Damit haben wir nicht gerechnet

Jemand der sich als ‚Old Ben‘ vorstellt springt aus dem Gebüsch und gibt uns eine Karte des Flusses. Damit haben wir nicht gerechnet

Wir fahren also noch ein Stueck weiter den Fluss runter und suchen uns einen privaten Platz.

Tag #2

Unsere Nachbarn fahren schon frueh morgens an uns vorbei und wir folgen ihnen spaeter auf den See. Das Wetter ist schlecht also versuchen wir den See so schnell wie moeglich hinter uns zu bringen.

Unser Lager für die erste Nacht. Super Blick

Unser Lager für die erste Nacht. Super Blick

Wir fahren bis zur Haelfte. Nachts regnet es ins Zelt und am naechsten Morgen trocknen wir unsere Sachen vor der Weiterfahrt noch am Feuer.

Tag #3

Wir paddeln bis zum Ende des Sees und kommen in richtig starken Regen. Der Wellengang wird staerker und erreicht einen Pegel der gelegentlich mal Wasser ins Kanu schwappen laesst.

Auf dem Lake Laberge. Das Wetter wird schlechter

Auf dem Lake Laberge. Das Wetter wird schlechter

Glucklicherweise gibt es am naechten Campingplatz eine Moeglichkeit zum Unterstellen. also stellen wir unser Zelt darunter und machen direkt neben dem Zelt ein Feuer an dem wir uns wieder trocknen koennen.

Tag #4

Unsere Nachbarn vom Ersten Tag, die uns jeden Morgen ueberholen teilen uns mit, dass das schlechte Wetter nun vorbei sein soll. Endlich. Nachdem unsere Sachen im wesentlichen wieder trocken sind und verpflegt und gewaschen sind, sind wir auch wieder unterwegs.

Unser Zeltplatz für die Nacht war dank Dach recht trocken

Unser Zeltplatz für die Nacht war dank Dach recht trocken

Tag #5

Simons bisher nur belächelter Einsatz als Angler zeigt nun Erfolg und er zieht drei Fische aus dem Wasser. Wir packen sie abends ins Feuer und haben das bisher köstlichste Mahl.

Jeden Abend und jeden Morgen machen wir ein Feuer. Jede Nacht war kalt

Jeden Abend und jeden Morgen machen wir ein Feuer. Jede Nacht war kalt

Die restlichen Tage verliefen aehnlich, abgesehen davon, dass wir keine Fische mehr gefangen haben. Der Fluss hat eine starke Strömung und so muss man kaum paddeln um voran zu kommen. Die einzige Herausforderung während der Fahrt war zu verhindern, dass das Boot sich quer zur Fahrtrichtung dreht – was uns in der heißen Mittagssonne aber eigentlich auch egal war.

Unser Campground im niedergebrannten Wald

Unser Campground im niedergebrannten Wald

Am Ziel, an dem wir wegen seiner Unscheinbarkeit beinahe vorbei gefahren währen,  angekommen packten wir all unsere Sachen in unsere Rucksäcke und gaben alle geliehenen Dinge wieder ab.

Der Sonnenuntergang ist jeden Tag erst nach Mitternacht

Der Sonnenuntergang ist jeden Tag erst nach Mitternacht

Nun also zum Strasse und per Anhalter zurück nach Whitehorse. Da wir für 20 Minuten erfolglos blieben entschieden wir uns aufzuteilen und Alisa wurde schon nach fünf Minuten mitgenommen. Simon und ich sind hingegen noch bis Carmacks gelaufen. Von einem 5$ Schein der zu unserer Freude einfach so am Wegesrand lag deckten wir uns mit Schokolade ein und bekamen außerdem noch vom wartenden Anhalter auf der anderen Straßenseite eine tellergrosse Zimtschnecke geschenkt. Vollgestopft wurden wir nach weiteren 30 Minuten von der Konkurrenz Gesellschaft, den Kanoe People, dann mitgenommen und bis zu unseren Autos am Walmart gefahren, wo Alisa bereits mit guten Nachrichtenn auf uns wartete.

... also versuchen wir per Anhalter zurück zu fahren ...

… also versuchen wir per Anhalter zurück zu fahren …

Aber was das für Nachrichten waren erfahrt ihr nächstes Mal. Bis bald!

2 Gedanken zu „8 Tage auf dem Yukon River

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