Zwischenbericht Cora

Seit 14 Tagen reisen wir nun durch Vietnam. Wir haben viel gesehen und erlebt. Laute, volle und nasse Strassen (dreckig kann man nicht sagen, da jeden Abend die Strassen gefegt werden und der Müll wegräumt wird), ständig hupende Autos, dunkle Hotels (oft ohne Fenster), die vielen überteuerten Geschäfte und Stände und Touristen anschreiende Reisebegleiter, die echt unverschämt sind.

Ohne mit der Wimper zu zucken werden uns falsche Preisangaben gemacht die teilweise zehn mal so hoch sind wie sie eigentlich sein sollten. Zahlt man dann den überteuerten Preis heisst das nicht, das man viel für sein Geld bekommt. Eher das Gegenteil. Beispielsweise wurde auf unserer Tour in der Ha Long Bucht am Essen geknausert denn das Essen war abgezählt und ganz genau portioniert. Zum Frühstück gab es für unsere 18-köpfige Gruppe eine Kanne Kaffe, zwei Toastbrote, 18 kleine Packungen Magarine und Marmelade. Zum Abendbrot gab es zwei Fische fuer alle, etwas Reis, 18 kleine Frühlingsrollen und zum Nachtisch für jeden EIN Stueck Obst. Allerdings mussten wir für diese Tour (1,5 Tage) auf dem Schiff 50 Dollar zahlen. Ein Vietnamese verdient soviel im ganzen Monat.

Da wundert es uns auch nicht mehr, warum hier so viele Rolls Royce, Audi A8 und Mercedes mit Chauffeur unterwegs sind. Der Tourist bekommt für 3€ pro 6 Stunden immerhin ein schrottreifes Fahrrad (8 in beiden Reifen, kein Licht, kaputte Gangschaltung, abgebrochene Bremse, Sattel in Schieflage, 24er Fahrrad – also zu klein …).

Aber gut, wir schieben das alles mal auf unsere mangelnde Erfahrung beim Reisen in asiatischen Ländern. Wir denken wir müssen uns einfach daran gewöhnen und müssen darauf eingestellt sein, dass man versucht den Tourist über den Tisch zu ziehen 😉

Wir haben die Landschaft also mit unseren klapprigen Rädern erkundet und sind durch ein wunderschönes, trockenes Ha Long gefahren. Um uns ragten Felsen auf, überall waren Reisfelder und ein paar Pagoden haben wir auch gesehen. Wir haben sogar ein Restaurant gefunden in dem wir richtig große Portionen bekamen und richtig satt wurden. Wahnsinn!!

Wir hatten immerhin schon zwei Tage Sonne. Das war in Sapa. Da haben wir auch die einzigen eingermaßen netten Menschen getroffen und ein tolles Hotelzimmer bewohnt, mit Balkon und Bergblick 🙂 In den Bergen ist es halt immer toll 😉

Nun sind wir mit dem Nachtbus auf dem Weg in den Süden und hoffen auf freundlichere Menschen, besseres Wetter, dass die gewaschene Kleidung auch mal trocknet (das tat sie bisher nicht, bzw. dauerte es drei Tage oder sie fing an zu stinken 🙁 …

Ein kleiner Einblick in unsere Busfahrt: der Bus hupt im 10 Sekundentakt, es regnet draussen, wir fahren bereits 12 Stunden, mit den Kurvenlagen ist man Nachts auch öfter wach geworden aus Angst aus dem Bett zu fallen (siehe Bild), das Gepäck der Touristen stapelt sich in den Gängen, da sich im Gepäckraum die Packete stapeln welche auch noch für Geld unter der Hand transportiert und verteilt werden,was zu unzähligen Stops in der Nacht geführt hat …

Zwei Verluste haben wir auch zu verzeichnen: Mein Hut ist im Wind bei der Besteigung des Fan Si Pan weggeflogen und die Hülle von meinem Fotoapparat mit zwei Ersatz-SD-Karten wurde geklaut. Zum Glück hatte ich den Fotapparat zu dem Zeitpunkt nicht da drin.

Zuwachs: Ein Seidenschlafsack konnte ich hier für 4€ erwerben. In Deutschland muss man ja schon um die 50€ für sowas berappen. Der pinke Panter ist jetzt auch dabei 😉

Im Folgenden noch ein lustiges Bild einer Toilette die wir Touristen benutzen durften, gegenüber auch noch zwei offene Toiletten. Man saß sich also gegenüber und konnte sich beim Geschäft gut unterhalten. Nett – nicht wahr!? 🙂

Soweit Corinnas Zwischenbericht.

Die Besten Grüsse aus Vietnam!

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2 Gedanken zu „Zwischenbericht Cora

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