Unsere kleine Farm bei Nyabing, Western Australia

Ihr werdet es nicht glauben: wir leben und arbeiten jetzt auf einer Farm! 🙂
Die Farmer sind Ben, Fiona und ihr zweijähriger Sohn Charles. Fiona und Ben sind super nett, ein junges Ehepaar um die 33 Jahre alt – und Fiona ist auch noch schwanger.

Wir haben ein ganzes Haus für uns alleine. Es ist ein Traum. Auf der Farm stehen drei Häuser. In einem wohnt die Farmerfamilie, eines steht leer und das Dritte bewohnen wir. Wir haben ein Wohnzimmer, eine riesige Küche, ein Esszimmer, ein Bad mit Wanne und Dusche und vier Schlafzimmer, wovon eins unser Umkleideraum geworden ist (dekadent – nicht wahr? ;-).

Zusätzlich haben wir noch eine Waschküche mit Waschmaschine, zwei Terrassen, einen schwedischen Ofen im Wohnzimmer, einen Garten und zwei Garagen (eine für unseren Van und eine für unseren Ute – das Auto mit dem wir auf dem Feld arbeiten).

Hier ist die Farm von Ben und Fiona

Übersicht unseres Hauses

Die Front unseres Hauses. Wie das mit der Front immer so ist wird sie selten benutzt. So gehen wir auch immer über die Hintertür ins Haus. Corinna ist mit Spot und Johnny unterwegs ums Haus 🙂

Die Seite unseres Hauses. Diese Seite ist der Farm zugewandt und wir parken unseren Ute normalerweise auch hier. Es sei denn, Ben fährt mit ihm rum 😉 Auf dem unteren Bild steht unser Ute herum.

Ein paar Meter weiter ist unsere Garage. Dort haben wir unseren Van abgestellt, damit er vor Sturm und Regen sicher ist. Direkt vor dem Van hat übrigens ein Huhn seine Eier gelegt. Hier sieht man die Rückseite unseres Hauses, die dem eigenen Garten zugewandt ist. Es ist die schönere Seite und deshalb auch unser Haupteingang. In dem Container ist unser Wasser, das wir für alles benutzen (Dusche, Küche, WC). Später haben wir noch unseren Eisschrank geliefert bekommen. Damit sind wir nun voll ausgestatte und könnten für immer bleiben 😉

Im Wohnzimmer haben wir zwei Sofas, eine Couch, einen kleinen Fernseher und einen Ofen mit dem wir das gesamte Haus beheizen. Vor dem Ofen ist der perfekte Ort, um es sich gemütlich zu machen.

An unser Wohnzimmer grenzt direkt unsere Küche. Sie ist voll ausgestattet mit allem was wir brauchen. Der Ofen, Herd und Grill werden mit Gas betrieben. Wir haben außerdem einen Kühlschrank und einen Eisschrank.

Unmittelbar an die Küche grenzt unser Ankleideraum. Hier haben wir unsere Kleidung aufgereiht und ziehen uns um.

Auf der Anderen Seite grenzt unser Schlafzimmer an die Küche. Hier steht ein großes Doppelbett und eine Kommode.

Der letzte Ausgang aus der Küche führt in den Flur. Hier steht eine Waschmaschine und der Boiler für warmes Wasser (den Markus jeden Morgen anheizt). Links ist noch ein weiteres, wenig benutztes Zimmer, die Tür zum Hof, die Toilette und das Bad sowie die Durchgänge zu weiteren, weniger benutzten Räumen.

Unser wenig benutztes Zimmer eignet sich hervorragend für ein gemütliches Frühstück an warmen Tagen (eine Art Wintergarten). In diesem Raum hat außerdem zweimal unsere Mausefalle zugeschlagen.

Das Badezimmer und die Toilette. Das warme Wasser für Badewanne und Dusche kommt aus dem Boiler. Der Boiler wiederum bezieht es aus den Wasserbecken die sich durch das Regenwasser füllen. Die komplette Wasserversorgung findet hier über Regenwasser statt.

Und hier sind unsere weniger häufig benutzten Zimmer. Wir haben uns überlegt hier evtl. Büroflächen und Fitnessanlagen einzurichten.

Und der hinterste Raum des ganzen Hauses.

Alles etwas wie in Polen, in dem Haus meiner Großeltern das auch ländlich gelegen ist. Heute wurde uns die Farm mit ihren Feldern und Tieren gezeigt. Sie umfasst 2000 Schafe, mehrere Regenauffangbecken in denen Hummer leben und riesige Felder auf denen Weizen, Gerste und Raps angebaut wird. In einem gutem Jahr ernten sie bis zu 8000 Tonnen davon.

Unsere erste Aufgabe besteht darin die großen Steine auf dem Feld zu sammeln  (Jedes Jahr kommen durch das Umpflügen mit der Saatmaschine wieder neue Felsen zum Vorschein), damit die Maschinen bei der Ernte nicht beschädigt werden. Dafür fahren wir mit dem Ute übers Feld, sammeln die Steine auf der Ladefläche und laden sie dann an einer Sammelstelle ab. Wenn diese Arbeit geschafft ist, werden wir noch einen Tag im Office arbeiten und das Haus auf Vordermann bringen.

Morgen wird das letzte Feld bestellt. Zur Feier des Tages gehen wir mit der Farmerfamilie und mit der Familie seines Bruders (auch Farmer) abends im Dorf essen. Das nächste Dorf (Nyabing) ist 30km entfernt. Dazwischen sind nur Felder und vereinzelte Farmen.

Unsere Farm hat sogar ihren eigenen Sendemast fürs Handynetz. Für die Kommunikation untereinander während der Feldarbeit sind alle Fahrzeuge mit Funkgeräten ausgestattet. Die Erntemaschinen werden per GPS über das Feld gesteuert, das erleichtert den Bauern die Wegfindung, sie müssen lediglich selber abbiegen.

Die zwei Hausschafe stehen im Garten und essen gerne Kekse. Es gibt auch eine Katze und vier Hühner. Der Ausblick ist auch toll, da die Farm auf einem Hügel gelegen ist. Ich (Corinna) wollte schon immer mal auf einer Farm leben. Nun ist der Wunsch in Erfüllung gegangen und ich freue mich total.

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