Ha Long Bucht, Impressionen

Endlich haben wir es zu unserem Schiff geschafft, mit dem wir durch die Ha Long Bucht fahren werden. Mehrtägige (im Nachhinein überflüssig) Anreise, nervige Verhandlungen mit dem Reiseveranstalter aber jetzt steigen wir auf das Schiff. Unser Trip wird 2 Tage und eine Nacht dauern und die Nachtbleiben wir natürlich  an Bord des Schiffs. Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt, und es war etwas diesig. Andererseits meinte ein Fotograf mal diffuses Licht sei besonders toll, weil alles gleichmäßig ausgeleuchtet wird und man die Farben ja eh noch am Computer verbessert.

Wir bezogen ein kleines Zimmer mit Badezimmer Dusche und WC. Das Wasser wurde nur leider nach 22 Uhr abgestellt. Unsere Crew bestand aus Jugendlichen, die ebensogut gerade unterwegs zur nächsten Disco sein könnten. Sie waren aber ganz brauchbar und haben uns sicher um die Felsen der Halong Bucht herum geschippert.

Schade, dass das Wetter nicht besser war – wir hätten an Deck Sonnenbaden können und sogar in der Bucht schwimmen gehen können. So haben wir uns darauf beschränkt mit dicker Jacke an Deck zu verweilen. Die Aussicht ist aber sehr schön gewesen, überall ragen die Felsen aus dem Wasser auf.

Ein Höhlenbesuch haben wir auch gemacht. Die Höhle war zwar völlig touristenüberlaufen aber trotzdem sehr beeindruckend, schon allein aufgrund ihrer Größe. Natürlich hat jeder einzelne Stein seine eigene Geschichte und überall sind Drachen und Krieger zu sehen. In die Höhle hinabsteigen bedeutet in die Hölle zu steigen, aus der Höhle heraus zu steigen bedeutet gen Himmel zu steigen.

Anschließend zurück zum Boot und die Reisen fortsetzen. Wir haben unserer Mitreisenden kennengelernt, darunter waren neben anderen Backpackern auch noch sehr interessante Leute: Ein Entertainer der durch die Welt zieht und in den Straßen aller Länder seine Show vorführt und von dem Geld der Passanten lebt. Er hat die ganze Reisegruppe am Abend mit seinen Kunststückchen unterhalten. Für ihn war das der Test ein paar neuer Kunststückchen. Ein älteres Pärchen im Ruhestand, das durch die Welt reist. Nette aufgedrehte Leute, die der ganzen Reisgruppe Tanzen beibringen wollten. Natürlich Amerikaner.

Interessant fanden wir das schwimmende Dorf. Das sind Häuser, die in der Bucht herum schwimmen und sowohl Schulen, Geschäft als auch Wohnhäuser umfassen.

Die größte Höhle musste auch besichtigt werden, wenn man schonmal da ist. Allerdings war sie weniger beeindruckend, da es sich nicht wirklich um eine Höhle gahandelt hat; Höhlen sollten nicht oben offen sein. Bis zum Abend haben wir dann noch den Schiffsausflug genossen. Wir sind zwischen den Felsen umhergeschippert und hatten reichlich Zeit alles anzusehen. Hier mal ein paar Eindrücke davon.

Am späten Abend haben sich alle Leute im Aufenthaltsraum zusammengefunden und unser Entertainer (Ein Gast der für uns eine Show gemacht hat) hat ein paar Kunststückchen vorgeführt. Davon haben wir auch ein paar Videos gemacht. Siehe nächster Blog Eintrag.

Abschließend haben wir noch alle zusammen ein paar Spielchen gespielt, während unsere Crew vor der Glotze hing 😀 Es hat wirklich Spaß gemacht und irgendwann nachts haben wir uns dann völlig übermüdet in die Kojen verzogen.

Frühstück auf Sparflamme. Für jeden Gast gab es genau abgezählt ein Päckchen Butter, ein Päckchen Marmelade und maximal drei Scheiben Toast. Und für alle zusammen gab es eine Kanne Kaffee und eine Kanne Tee. Immerhin aber besser als nichts. Das war der Ausflug. Die Gegend ist sehr schön die Veranstaltung ist eher sparsam. Aber so langsam gewöhnt man sich an der vietnamesischen Charakter des Geizes. Vier Stunden Fahrt nach Hanoi.

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