Gospel-Church in Collie

Für heute ist geplant Collie zu verlassen. Allerdings wollte Cora gerne noch eine Gospel Church besuchen. Davon haben wir uns einen sehr musikalischen Gottesdienst versprochen.

Wir haben also an der Tourist Information alle Informationen über Kirchen in Collie eingeholt und uns eine Gospel Church ausgesucht. Das Schild am Haupteingang des Gebäudes besagt, dass jeden Tag ab 10:00 Uhr das Wort Gottes verkündet wird. Wir traten also ein und wurden mit offenen Armen von netten Leute begrüßt. Man lud uns zu Kaffee Kaffee und Gebäck ein und der Priester war sehr an unserer Geschichte interessiert. Allerdings war dies kein Gottestdienst, eine Messe findet es nur sonntags statt. Täglich findet gemeinsames Kaffe trinken und christliche Gespräche statt.

Unter der Woche ist es eine Anlaufstelle für Jedermann. Beispielsweise haben wir ein Ehepaar getroffen, das aus Simbabwe stammt. Sie waren wohlhabend, hatten eine grosse Farm und zahlreiche Angestellte. Doch aufgrund ihrer englischen Wurzeln hat die Regierung eines Nachts entschieden ihnen ihr Eigentum abzunehmen und sie zu Flüchtlingen gemacht, die ab da verfolgt wurden. Laut ihren Erzählungen drohte ihnen der Tod, allerdings kennen wir die Hintergründe nicht genau. Aus den Nachrichten aus dem Jahr 2002 stammt folgendes Zitat:

Weisse Farmer haben bis um Mitternacht Zeit, ihre Höfe freiwillig für immer zu verlassen. Nach Ablauf dieses Ultimatums droht ihnen die gewaltsame Vertreibung. Das Land soll laut Präsident Robert Mugabe an die eingeborene Bevölkerung zurückgegeben werden.

Da einer ihrer Söhne schon in Australien war folgten sie ihm vor 5 Jahren hierher. Sie haben uns viele Geschichten über Simbabwe erzählt. Man musste Zucker auf dem Schwarzmarkt kaufen und wenn bekannt wurde, dass man im Besitz von Zucker ist musste man damit rechnen in ein Camp verschleppt zu werden, wo man dazu gebracht wird seine Quellen preis zu geben. Die Inflation des Geldes war stündlich messbar und Geld hatte grundsätzlich ein Ablaufdatum … die armen Leute haben viel durchgemacht.

Auch mit dem Priester haben wir viele interessante Dinge besprochen. Er glaubt an die heilende Kraft von Gott und sagt dass der pure Glaube hinreichend ist um, wie Jesus, eigene heilende Kraft zu nutzen. So hat er seinen Voodoo bei vorgeführt ein paar Gläubigen vorgeführt was so aussah: Er beschwor die schmerzende Stelle der Betroffenen und sprach die magischen Worte: „In the name of Jesus! I want the pain 100% gone! In the name of Jesus!“ und so weiter.

Nach dem das nette Ehepaar aus Simbawe erfahren hat, dass wir in einem Van leben und im Busch campen, haben sie uns zu sich nach Hause eingeladen und uns Dusche und Waschmaschine zu Verfügung gestellt. Wirklich sehr nett. So kam ich (Corinna) dazu meine Haare mal wieder richtig zu waschen 😉

Auch unseren Laptop konnten wir wieder laden, wie ihr seht 🙂

Jetzt gehts aber wirklich los und wir fahren weiter. Bye bye Collie.

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