Ausflug am Wochenende

Am Wochenende war das Wetter gut und somit haben wir für einen Tag unsere Arbeit niedergelegt und einen Ausflug gemacht. Unser Weg führte uns zum Berg Bluff Knoll, der 1099 m hoch ist. Für Australien ist das hoch 😉 und es ist der zweit höchste Berg West Australiens. Unser Tag sah so aus:

Schafe und Yabbies

Am Morgen haben wir unser Käffchen vorm Haus getrunken und die Schafe bespaßt. Später hat Fiona uns aufgegabelt und zum Yabbies fangen mitgenommen. Yabbies (falls man das so schreibt) sind Hummer, die in den Regenauffangbecken leben. Ben hat vor ein paar Tagen Fallen ausgelegt, die wir nun geleert haben.

Um die Zubereitung der Yabbies Kümmert Fiona sich. Einfach in kochendes Wasser werfen ist gemein 🙁 Anschließend sind wir weiter zum Sheep Shed gefahren, der direkt auf der anderen Straßenseite liegt. Mit acht parallelen Scher-Einheiten gilt dies wohl als äußerst große Scheranlage. Die Schafe kommen (wie Corinna 🙂 aus dem Tor, werden geschoren und anschließend auf die Rutsche geschickt und sind damit abgefertigt und kahl.

Nachtrag: Tatsächlich ist dieser Schuppen gar nicht so verlassen, wie zuerst angenommen. Wir haben nämlich ein paar Tage später einer Gruppe von Scherern getroffen und durften selber auch mal ein Schaf scheren.

Die Unterkünfte für die Scherer sind verlassen und stehen leer. Recht schade, denn die Anlage ist in gutem Zustand und bietet für ca. 20 Leute genug Platz. Früher wurden hier bis zu 20.000 Schafe in sechs Wochen geschoren. Die Bilder wirken wie ein kleiner Ausschnitt einer Geisterstadt.

Bluff Knoll

Und nun geht auch der Ausflug zu Bluff Knoll los. Wir sind mit dem Van die 100 km gefahren und mussten unterwegs eine Bremsung hinlegen, bei der im Van einiges durcheinandergeflogen ist. Unter anderem ist das Objektiv meiner Kamera zerbrochen 🙁 Na jedenfalls sah unsere Anreise am Berg wie folgt aus:

Angekommen und eingeparkt. Hier zu campen ist zwar alles andere als erlaubt, da unsere Wanderung aber eine Nachtwanderung wurde blieb uns nichts anderes übrig 😉

Wir haben das nötigste zusammengepackt und im Rucksack verstaut. Angegeben sind drei bis vier Stunden, wir wollten es aber schneller schaffen. Das gute in Australien ist, dass man immer direkt an den Attraktionen parken darf und die Wege ziemlich kurz sind. Wir haben mit dem Auto schon einen ordentlichen Anstieg hinter uns gebracht. Unterwegs haben wir die Aussicht genossen.

Der Gipfel ist erreicht. Wir haben natürlich die Zeit genau so abgepasst, dass wir den Sonnenuntergang vom Gipfel genießen konnten. Wir haben unseren Platz zum Campen benutzt und sind morgens extrafrüh aufgestanden. Es war ungefähr 6:15 Uhr. Corinna hat sich mit Decke aus dem Van geschält und wir haben uns vor der Abreise nochmal den Berg angesehen. Dann wurde es aber auch wirklich Zeit aufzubrechen. Die Ranger kennen schon alle möglichen Ausreden, warum die Backpacker genau hier campen müssen 😀

Die 42 km lange Schotterpiste wollten wir auch noch angehen, da unser Van aber sehr stark durchgeschüttelt wurde und es außerdem zu regnen begann, haben wir uns entschieden umzukehren. Dummerweise haben wir den Van bei dieser Gelegenheit in den Graben gesetzt. Ein bisschen Gefrickel und Unterlagen unter den Reifen legen haben uns nach ein paar Minuten aber wieder befreit.

Zum Abschluss sind wir im Regen heimgefahren. Regen in Australien ist etwas ganz anderes als in Deutschland. Hier gibt es keine Gullys und der Regen läuft von der Straße nirgendwo hin. Wir haben uns also durch eine spektakuläre Schlammlandschaft gekämpft.

Und wieder zu Hause

Und endlich sind wir zurück auf der Farm. zum Abschluss des Tages gibt es noch Sturm und Regen. Bis auf mein zerbrochenes Objektiv hatten wir ein schönes Wochenende an dem wir viel erlebt haben. Morgen bleiben wir zu Hause 😀

Dieser Beitrag wurde unter Australien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Was ist Deine Meinung zu dem Thema? Lass mir eine Nachricht da!